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38 Krankenkassen zahlen Genexpressionsdiagnostik

Berlin (pag) – Für rund vier Millionen gesetzlich Versicherte übernimmt ihre Krankenkasse die Kosten für Genexpressionstests. Möglich macht dies der im August vom Bundesverband Deutscher Pathologen (BDP) und der BKK-VBU ins Leben gerufene herstellerunabhängige Selektivvertrag zur Genexpressionsdiagnostik für die Therapieentscheidung bei Brustkrebspatientinnen.

Seit Vertragsstart seien 38 Krankenkassen beigetreten, teilt der BDP mit. Viele Kassen, darunter viele Betriebskrankenkassen, hätten bereits vor Vertragsabschluss einen hohen Bedarf an zusätzlichen Entscheidungshilfen bei der Verordnung von Chemotherapie gesehen. Grundsätzlich ist der Vertrag für alle gesetzlichen Krankenversicherer offen.
Die Herstellerunabhängigkeit des Vertrags ist dabei laut BDP von zentraler Bedeutung.

Sie erlaube es den behandelnden Ärzten, genau den Test auszuwählen, der für ihre Patientinnen der individuell richtige ist. „Der Bundesverband hält generell die Festlegung auf eine einzige, und damit monopolartige, diagnostische Methode für nicht erstrebenswert. Die Freiheit in der Wahl der richtigen Methode ist ein Grundpfeiler und zentrale Verantwortung ärztlichen Handelns sowohl allgemein als auch im Bereich der Genexpressionsdiagnostik“, heißt es.