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App hilft Psoriasis-Patienten bei der Dokumentation

Berlin (pag) – Das Berliner Start-up Nia Health hat pünktlich zum Welt-Psoriasis-Tag am 29. Oktober seine neue Psoriasis-App Sorea vorgestellt. Sie soll Ärzte und Patienten bei der Dokumentation der Krankheit unterstützen.

Mit der App können Patienten schriftliche und fotografische Aufzeichnungen ihres Hautbildes anfertigen. Das soll es den behandelnden Ärzten ermöglichen im Laufe der Zeit Muster im Krankheitsverlauf zu erkennen. Die subjektiven Wahrnehmungen der Betroffenen werden ebenfalls erfasst, zum Beispiel in Anlehnung an den PASI-Score, einen klinisch validierten Index zur Ermittlung des Schweregrads von Psoriasis-Erkrankungen. „Um effizienter die hoch-individuellen Auslöser für Schübe sowie die optimale Therapie zu erkennen, ist die Dokumentation extrem wichtig“, erläutert Nia Health Co-Gründerin Dr. Reem Alneebari.

Sorea ist die zweite App des Unternehmens. Ende 2019 kam bereits die Neurodermitis-App Nia auf den Markt. Hinter den Apps steht eine Plattform, die laut Unternehmen bereits von 6.000 Neurodermitis-Patienten genutzt wird. „Unsere KI-basierte Technologie haben wir von Beginn an so entwickelt, dass wir in vielen Indikationsfeldern Synergieeffekte erzielen können“, sagt Technologie-Chef Oliver Welter.

Psoriasis, auch Schuppenflechte genannt, ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, an der hierzulande etwa zwei Millionen Menschen leiden. Psoriasis-Patienten leiden häufig an Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes, chronisch-entzündliche Darmerkrankung und psychischen Krankheiten wie Angststörungen und Depressionen. Es gibt eine genetische Veranlagung für Psoriasis, doch nicht jeder, der die Risikogene trägt erkrankt auch. Welche Erbinformationen genau für Psoriasis verantwortlich sind, weiß die Wissenschaft noch nicht.

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