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Packungsbeilagen sollen besser lesbar werden

Saarbrücken (pag) – Das Saarland will im Bundesrat eine Initiative zur besseren Lesbarkeit von Packungsbeilagen in Arzneimitteln starten. Trotz vielfältiger Regelungen seien viele Beipackzettel nach wie vor wenig verständlich und nicht patientenfreundlich gestaltet, so Ministerin Monika Bachmann.

„Packungsbeilagen tragen wesentlich zur Akzeptanz der verordneten Therapien und zur Patientensicherheit bei“, erläutert die saarländische Gesundheitsministerin Bachmann. Daher sollten die Informationen in den Packungsbeilagen so gestaltet sein, dass Patienten die Inhalte verstehen und Sinn und Zweck der Anwendung der Medikamente bei gleichzeitigem Hinweis auf mögliche Nebenwirkungen leicht aufgefunden werden können.

Mit dem nun vorliegenden Entwurf eines Entschließungsantrages bittet der Bundesrat die Bundesregierung auf nationaler Ebene zu prüfen, wie die „Empfehlungen zur Gestaltung von Packungsbeilagen“ vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) vom 14. April 2015 patientenfreundlich umgesetzt werden kann. Dabei sollen sowohl das BfArM als auch das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) einbezogen werden. Darüber hinaus werde die Regierung aufgefordert, sich in der Europäischen Union dafür einzusetzen, dass die Lesbarkeit von Packungsbeilagen von zentral oder dezentral in mehreren Mitgliedsstaaten zugelassenen Arzneimitteln für Patienten verbessert wird.

Die Bundesratsinitiative soll im Januar in den Gesundheitsausschuss eingebracht werden.