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Asthma und COPD: Jeder Achte hat überlappende Diagnose

Berlin (pag) – Etwa 4,6 Millionen gesetzlich Versicherte leiden an Asthma oder chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD). 13 Prozent dieser Patienten weisen eine Diagnoseüberschneidung auf, wie das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland (Zi) im Vorfeld des Welt-COPD-Tages am 18. November berichtet.

Die Zahlen basieren auf einer Studie anhand von Versorgungsdaten aus dem Jahr 2017. Demnach entwickeln viele Patienten im Laufe ihrer Krankheitsgeschichte Symptome beider Erkrankungen, man spricht dann von einer Asthma-COPD-Überlappung (ACO, für Asthma-COPD-Overlap). Das Institut warnt davor, dass Rauchen bei einer bestehenden Asthmaerkrankung eine solche Diagnoseüberschneidung begünstigt.

Der Anteil von ACO-Patienten an der Gesamtbevölkerung steigt mit dem Alter konstant an. Bei den 40- bis 44- Jährigen machen sie 0,4 Prozent aus, bei den 80- bis 84-Jährigen 2,4 Prozent der Gesamtbevölkerung. Die Forschenden haben ebenfalls die Komorbiditätsstruktur untersucht, also die Häufigkeit, mit der andere Erkrankungen bei ACO-Patienten auftreten. Sie identifizieren 31 Krankheiten, die besonders mit ACO assoziiert sind. Die häufigste Komorbidität ist Bluthochdruck, der bei 68 Prozent der Patienten vorkommt, aber auch andere Atemwegserkrankungen, bakterielle Infektionen und Pilzerkrankungen gehören dazu.

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