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BZgA startet interaktives Aufklärungsprojekt an Schulen

Köln (pag) – Mit dem Besuch einer Kölner Gesamtschule hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ein bundesweites Projekt zur Prävention von HIV- und anderen sexuell übertragbaren Infektionen gestartet. Die Zielgruppe sind Schüler zwischen zwölf und 18 Jahren.

Dr. Heidrun Thaiss, BZgA-Leiterin, spricht über die Themen "HIV und Aids" der neuen Kampagne "Liebesleben".Mit den Themen HIV und Aids sind viele Jugendliche im Unterricht schon mal in Kontakt gekommen. "Aber die wenigsten wissen, welche weiteren sexuell übertragbaren Krankheiten es gibt und wie man sich davor schützen kann", sagt BZgA-Leiterin Dr. Heidrun Thaiss über die Gründe für die neue Aktion der Kampagne "Liebesleben", die öffentlich unter anderem mit Plakaten für ihre Botschaften wirbt. Mit dem neuen "Mitmach-Projekt" will die BZgA nun interaktive Aufklärungsarbeit für die junge Zielgruppe direkt in den Schulen leisten und auf diese Weise einen respekt- und verantwortungsvollen Umgang der Jugendlichen mit sich selbst und anderen beim Thema Sexualität fördern.

"Sexualkunde ist heute fest im schulischen Lehrplan verankert", sagt Dr. Florian Reuther, Direktor des Verbandes der Privaten Krankenversicherung, der das Projekt finanziell unterstützt. Genau dort hole die BZgA die Schüler ab. In einem Parcours mit insgesamt sechs Stationen, die sich inhaltlich und methodisch der jeweiligen Klassenstufe anpassen lassen, erhalten sie Informationen und lernen Handlungsoptionen kennen, um sich und ihre Partner vor sexuell übertragbaren Krankheiten zu schützen. Außerdem befassen sie sich unter der Anleitung geschulter Moderatoren der BZgA und im Beisein ihrer Lehrer mit Themen wie sexueller Vielfalt und der Darstellung von Sexualität in den Medien.

Gleichzeitig schult die Bundeszentrale Lehr- und Fachkräfte und überlässt den teilnehmenden Einrichtungen einen Materialkoffer zur eigenständigen Fortführung des Projektes. BZgA-Angaben zufolge sollen nach aktuellem Stand im laufenden Jahr 15 Schuleinsätze stattfinden.

Schulen können sich für das Projekt anmelden. Weitere Informationen finden Interessierte hier.