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Coronavirus-Infektion: Sensorische Störungen unterschätzt

Mailand (pag) – Riech- und Geschmacksstörungen sind laut einer Patientenbefragung im Uniklinikum Mailand unterschätzte Symptome bei einer SARS-CoV-2-Infektion.

Riech- und Geschmacksstörungen können bei der Diagnose eine Orientierungshilfe darstellen.Italienische Ärzte um Dr. Andrea Giacomelli haben herausgefunden, das bei der Diagnose einer Infektion mit dem Coronavirus die Symptome Geschmacks- und Riechstörungen noch unterschätzt würden. Im Uniklinikum Mailand wurden 59 Patienten befragt, von denen 34 Prozent entweder eine Störung des Geschmackssinns oder des Geruchssinns angaben – in 19 Prozent der Fälle wurde beides angegeben. Zwei Drittel befragter Patienten aus Heinsberg hatten ebenfalls von diesen Symptomen berichtet.
Bei 91 Prozent der Patienten seien Geschmacksstörungen schon vor der Klinikeinlieferung aufgetreten. „Riech- und Geschmacksstörungen könnten daher bei der Differenzialdiagnose hilfreich sein und gerade bei Personen, die sonst asymptomatisch sind, eine Orientierungshilfe darstellen.“ Diejenigen Patienten, die über sensorische Störungen berichteten, waren in der Regel jünger und weiblichen Geschlechts.