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Das sollte beim Tragen von FFP2-Masken beachtet werden

Berlin (pag) – Zum Schutz vor dem Coronavirus sollen Menschen, die zu Risikogruppen gehören, diesen Winter jeweils 15 vergünstigte FFP2-Masken erhalten. Diese bieten einen höheren Schutz als Alltagsmasken, allerdings nur, wenn sie richtig getragen werden.

Pro Sechserpack muss vom Empfänger eine Zuzahlung von zwei Euro geleistet werden.Prof. Lothar Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), weist auf dem jüngsten Pressebriefing darauf hin, dass FFP2-Masken prinzipiell nur für den professionellen Gebrauch vorgesehen sind, zum Beispiel im Krankenhaus. Für den privaten Gebrauch müssten zwei Dinge beachtet werden. Erstens sei das Tragen von FFP2-Masken „nur dann hilfreich und funktional, wenn diese Masken an die Träger angepasst sind und damit garantiert ist, dass keine Tragefehler durchgeführt werden“. Zweitens entstehe durch Masken ohne Ausatemventil „ein relevanter Atemwiderstand“. Man müsse darum testen, ob die jeweilige Person eine solche Maske tragen könne. Außerdem dürften FFP2-Masken nur für eine gewisse Zeit getragen werden. „Das muss unter ärztlicher Aufsicht geschehen“, sagt Wieler. „Sonst hat man vielleicht eine Maske, aber sie wird gar nicht richtig getragen oder angewendet.“

Gemäß Arbeitsschutzvorgaben ist die durchgehende Tragedauer von FFP2-Masken bei gesunden Menschen auf 75 Minuten begrenzt mit einer anschließenden 30-minütigen Pause, teilt das RKI auf seiner Website mit. Untersuchungen zur Anwendung außerhalb des Gesundheitswesens, zum Beispiel bei vulnerablen Personengruppen, sind demnach noch nicht verfügbar. FFP2-Masken sollten nicht mehrmals verwendet werden.

Am 19. November ist das Dritte Bevölkerungsschutzgesetz in Kraft getreten. Es sieht unter anderem vor, dass das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) durch eine Rechtsverordnung einen Anspruch auf Schutzmasken regeln kann. Eine solche Verordnung wird derzeit im BMG ausgearbeitet. Darin werden Details wie berechtigter Personenkreis, Art der Maske, Vertrieb, Abgabe und Preis geregelt. Die entstehenden Kosten sollen aus Bundesmitteln erstattet werden.

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