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Fünf Inhalte für HTA-Berichte stehen fest

Köln (pag) – Interessierte Bürger haben ihre Fragen zu medizinischen Maßnahmen beim ThemenCheck Medizin des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) gestellt – insgesamt 31 Mal im vergangenen Jahr. Aus diesen Themenvorschlägen hat das Institut nun die ersten fünf Health Technology Assessment (HTA)-Berichte ausgewählt, die ab 2018 veröffentlicht werden.

Unter HTA versteht man die systematische, evidenzbasierte Bewertung medizinischer Verfahren und Technologien im Hinblick auf deren Effekte auf die Gesundheit des Einzelnen, auf das Gesundheitssystem und auf die Gesellschaft. In zwei Auswahlstufen und mit Unterstützung von Patientenvertretern sowie Mitgliedern des erweiterten Fachbeirats fiel die Wahl auf folgende Themen:

  • Lippen-Kiefer-Gaumenspalte: Führt die Anwendung der Nasoalveolar-Molding-Methode vor einer Operation zu besseren Ergebnissen? (HTA16-001)
  • Idiopathische Skoliose: Kann eine Videorasterstereografie eine radiologische Untersuchung in der Nachsorge ersetzen? (HTA16-017)
  • Krebs: Kann eine begleitende Musiktherapie zu besseren Behandlungsergebnissen beitragen? (HTA16-026)
  • Suizidale Krisen bei unipolaren Depressionen: Welchen Einfluss haben unterschiedliche nicht medikamentöse Maßnahmen auf deren Bewältigung? (HTA16-008)
  • Angststörungen: Führt der ergänzende Einsatz der Eye-Movement-Desensitization-and-Reprocessing-Methode (Desensibilisierung und Verarbeitung durch Augenbewegung) bei psychotherapeutischen Behandlungs- und Anwendungsformen zu besseren Ergebnissen? (HTA16-011)

Die Themensammlung für die nächste Auswahl endet am 31. Juli 2017.
Alle Vorschläge, aus denen sich eine HTA-Fragestellung formulieren lässt, veröffentlicht das IQWiG in der Themenliste auf www.themencheck-medizin.iqwig.de.