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Gesundheitsportal kommt im Sommer

Berlin (pag) – Das Nationale Gesundheitsportal soll Mitte des Jahres an den Start gehen. Das ist eine Botschaft der Fachtagung „Gesundheitskompetenz im digitalen Zeitalter“ in der European School of Management. Dort haben zahlreiche Entscheider aus dem Gesundheitswesen miteinander diskutiert. Kritische Stimmen vermissen allerdings die Patienten.

Sabine Weiß (CDU), PStS des BMG, kündigte an, dass die Entwicklung des nationalen Gesundheitsportals im Sommer abgeschlossen sei.Eingeladen hatten unter anderem das Bundesgesundheitsministerium (BMG), der Nationale Aktionsplan (NAP) Gesundheitskompetenz und die Allianz für Gesundheitskompetenz. „Wir entwickeln zurzeit ein Nationales Gesundheitsportal und wollen damit einen Beitrag leisten, die Gesundheitskompetenz der Bürger zu verbessern“, kündigt die Parlamentarische Staatssekretärin im BMG, Sabine Weiß (CDU), an. Träger sei das Ministerium, gestartet werde im Sommer mit einer kleinen Anzahl von Akteuren, die Inhalte liefern: das Robert Koch-Institut, das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen und das Deutsche Krebsforschungszentrum. Dieser Kreis solle nach und nach erweitert werden. Das Pilotportal biete zunächst Informationen zu häufigen Krankheiten, Gesundheit digital und Pflege heißt es aus dem BMG. Diese Bereiche würden sukzessiv ausgebaut und durch weitere Themen ergänzt. Darüber hinaus werde beim Gesundheitsportal eine eigene Redaktion eingerichtet. In Deutschland habe man mittlerweile mit großen Schritten in Sachen Gesundheitskompetenz aufgeholt. Es gebe nicht nur den Aktionsplan, sondern auch die Allianz, sagt Prof. Doris Schaeffer vom NAP. Allerdings müssten Digitalisierung und Gesundheitskompetenz enger miteinander verzahnt werden. Die Gesundheitswissenschaftlerin weist auf Risiken der heutigen Zeit hin: Nicht selten seien falsche und manipulative Informationen im Umlauf, „die vielfach auf Empörik statt Empirik basieren“. Sie hofft, dass in fünf bis zehn Jahren ein patientenzentriertes und gesundheitskompetentes Gesundheitssystem mit sensibilisierten Organisationen und Professionen etabliert ist.

Weitere Informationen zum Nationalen Aktionsplan Gesundheitskompetenz finden Sie hier.