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Herzpatienten sollen sich gegen Corona impfen lassen

Frankfurt (pag) – Die Impfungen gegen Covid-19 haben begonnen. Zu den ersten potenziellen Empfängern gehören auch viele Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Deutsche Herzstiftung rät dieser Gruppe ausdrücklich zur Impfung. Der Schutz vor Organschädigungen und Tod überwiege das Risiko von Nebenwirkungen.

Die Herzstiftung geht davon aus, dass der Impfstoff auch gegen neue Mutationen des Coronavirus wirken wird.„Jeder sollte diese Gelegenheit zur Impfung und zum Schutz vor Krankheit und Tod durch Covid-19 wahrnehmen“, betont der Herzspezialist Prof. Thomas Meinertz vom Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung. Eine hohe Beteiligung der Bevölkerung an der Corona-Impfung sei außerdem unverzichtbar, um die Pandemie mit ihren bedrohlich hohen Infektions- und Sterberaten unter Kontrolle zu bringen. Sowohl der Impfstoff von Biontech und Pfizer als auch die Vakzine von Moderna können aus Sicht der Experten zuverlässig vor einer Erkrankung mit Covid-19 schützen.

Aus Großbritannien und den USA gibt es vereinzelte Berichte über Nebenwirkungen im Zusammenhang mit der Impfung. „Solche Nebenwirkungen kommen nicht unerwartet und entsprechen Impfreaktionen, wie sie auch bei anderen Impfungen gegen Viruserkrankungen, beispielsweise der Impfung gegen das Influenza-Virus, auftreten können“, betont Meinertz. Anaphylaktische Schocks seien eine Rarität. „Impfzentren sind auf den Umgang mit seltenen Nebenwirkungen vorbereitet“, fügt der Kardiologe hinzu.

Für eine vollständige Impfung sind bei beiden Vakzinen zwei intramuskuläre Injektionen nötig. Der Abstand sollte drei (Biontech/Pfizer) beziehungsweise vier Wochen (Moderna) betragen. Unklar ist derzeit noch, wie lange der Impfschutz anhält und ob die Corona-Impfung die Übertragung von SARS-CoV-2 an andere verhindern kann. Die Herzstiftung geht davon aus, dass der Impfstoff auch gegen neue Mutationen des Coronavirus wirken wird.

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