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Kasse veröffentlicht Beschwerdezahlen

München (pag) – „Über negatives Kundenfeedback spricht niemand gerne“, sagt Dr. Hans Unterhuber, Vorstandsvorsitzender der Siemens-Betriebskrankenkasse (SBK). Dennoch veröffentlicht die Kasse als erste Zahlen zu Kundenbeschwerden, Widersprüchen und Sozialgerichtsverfahren.

Im Jahr 2016 gingen bei der SBK bislang 3.836 Beschwerden ein. Im Verhältnis zu der Versichertenzahl von 1.045.117 (Stand: 30.09.2016) bedeutet das eine Beschwerdequote von 0,37 Prozent. Im Vorjahr hatten SBK-Versicherte insgesamt 4.150 Beschwerden eingereicht – eine Quote von rund 0,4 Prozent. In 75 Prozent der Fälle erhielten die Beschwerdeführer innerhalb von 24 Stunden eine persönliche Rückmeldung auf ihr Anliegen, teilt die Kasse mit. Dabei fasse die SBK den Begriff Beschwerde sehr weit: Bereits die Abbestellung des Kundenmagazins werde als Beschwerde erfasst.

Bei der SBK wurden 2015 insgesamt 660 Widersprüche eingereicht (542 Widersprüche aus dem Bereich der Krankenversicherung und 118 Widersprüche aus dem Bereich der Pflegeversicherung). Im Widerspruchsausschuss wurden 547 Widersprüche beraten: In 540 Fällen, also in knapp 99 Prozent der Fälle, hielt die Entscheidung der SBK auch einer erneuten unabhängigen Überprüfung durch den Widerspruchsausschuss stand, so die Kasse.

Kunden, die einen Widerspruchsbescheid nicht akzeptieren, können vor das Sozialgericht ziehen: Vergangenes Jahre taten das SBK-Kunden in 175 Fällen. Zusammen mit anhängigen Verfahren aus Vorjahren wurden 213 Klageverfahren beendet. Die Gerichte gaben der SBK in 75 Prozent der Verfahren Recht, weitere 12 Prozent wurden durch Vergleich abgeschlossen. In 12 Prozent entschieden die Gerichte im Sinne der Kläger.