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13. September 2017

Welt-Sepsis-Tag

Knapp 70.000 Menschen sterben jährlich an Blutvergiftung

 
Jena/Berlin (pag) – Im Jahr 2014 meldeten Kliniken in Deutschland 300.000 Fälle von Blutvergiftung – 69.000 Menschen sind an der im Fachjargon Sepsis genannten Erkrankung gestorben, wie das Center für Sepsis Control & Care am Uniklinikum Jena und das Statistische Bundesamt gemeinsam ausgewertet haben.

Für die Sepsis-Stiftung sind diese Zahlen und der Welt-Sepsis-Tag am 13. September Anlass, um über eine der weltweit verbreitetsten Entzündungsart zu informieren. Der Stiftung zufolge ist Sepsis weltweit eine der führenden Ursachen für vermeidbare Todesfälle bei Erwachsenen und Kindern unter 5 Jahren. „Eine Überprüfung der Kodierqualität, die die Grundlage dieser Berechnungen bildet, ergab jedoch, dass circa 50 Prozent der Sepsisfälle von den Krankenhäusern gar nicht registriert werden", sagt Prof. Dr. Konrad Reinhart, Vorsitzender der Sepsis-Stiftung. Durch entsprechende Präventionsmaßnahmen könnten in Deutschland jährlich 15- bis 20.000 Sepsis-Todesfälle vermieden werden. Dazu gehörten laut Stiftung, die Impfempfehlungen für Risikogruppen zu beachten sowie die Früherkennung und Behandlung als Notfall zu verbessern.

Das Infozentrum für Prävention und Früherkennung (IPF), das vom Verband der Diagnostica-Industrie (VDGH) unterstützt wird, rät zusätzlich zu den bisher bewährten Methoden auf Blutdiagnostik aus dem Labor zurückzugreifen. Hierzu werden verschiedene Labortests kombiniert: Im Blut suchen Labormediziner nach Markern, die Entzündungsprozesse frühzeitig anzeigen. Erhöhte Werte warnen, dass die Infektion sich ausbreitet. Zudem müssten im Labor schnell und kontinuierlich Blutkulturen angelegt werden. „So wird festgestellt, um welche Erreger es sich handelt und welche Antibiotika in welcher Dosis am besten wirken“, erläutert das Infozentrum.
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"Gesundheit ist kein Zufall.'" von Peter Spork
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