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Koalition einigt sich auf eine Diabetesstrategie

Berlin (pag) – Die Regierung hat sich zum Ziel gesetzt, die Volkskrankheit Diabetes zu bekämpfen. Zuletzt wurde die Frage nach dem „Wie“ selbst ein Kampf. Die Frage der Zuckerreduktion geriet zum Zankapfel. Nach vielen Anläufen hat sich die Koalition gerade noch rechtzeitig auf einen Kompromiss geeinigt, der in der nächsten Woche im Bundestag beraten werden soll. In der Zuckerfrage setzt die Regierung auf Freiwilligkeit.

Limonadenregal im SupermarktLimonaden sollen in der Zukunft weniger Zucker enthaltenÄrztliche Fachgesellschaften, Krankenkassen und die SPD haben bis zum Schluss eine verbindliche Zuckerreduktion um die Hälfte für Limonaden & Co. gefordert.

Damit konnten sie sich nicht durchsetzen, wie jetzt aus einem Initiativantrag hervorgeht, der noch nicht in finaler Fassung vorliegt, aber den Weg weist:
Danach wird eine freiwillige Zuckerreduktion um 15 Prozent bis Ende 2025 angestrebt. Weitere Maßnahmen sollen sein: Zielgenauere Disease Management Programme (DMP), eine multimodale Versorgung von Menschen mit Adipositas soll ebenfalls in die Strategie aufgenommen werden. Bislang gibt es für Adipositas keine Behandlungskonzepte in der gesetzlichen Krankenversicherung, obwohl sie als Krankheit anerkannt ist. Ein weiterer Auftrag soll an die Selbstverwaltung gehen: Sie soll mehr telemedizinische Angebote möglich machen.

Man darf gespannt sein: Am Donnerstag, 2. Juli, beschäftigt sich der Bundestag mit dem Antrag der Regierungskoalition.