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Krankschreibung per Telefon doch noch möglich

Berlin (pag) – Nach heftigem Proteststurm gegen eine Entscheidung des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) ist es nun doch weiterhin möglich, sich bei leichten Atemwegserkrankungen telefonisch krankschreiben zu lassen.

Weiterhin gilt aber, dass Menschen mit Corona-Symptomen ihre Hausarztpraxis anrufen sollen, um die weitere Vorgehensweise abzuklären.Die Sonderregelung soll voraussichtlich bis zum 4. Mai verlängert werden, wie Josef Hecken, unparteiischer Vorsitzender des G-BA, am Montag mitteilt. Der Beschluss soll noch am Montag erfolgen. Es gab vermehrt Kritik von Patienten, Ärzten und medizinischem Personal. Damit wurde die Entscheidung vom Freitag zurückgenommen, die telefonische Krankschreibung auslaufen zu lassen.

Patienten kann damit nach telefonischer Anamnese eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung von maximal einer Woche ausgestellt werden – dies kann einmal verlängert werden.

"Alle Verantwortlichen müssen derzeit tagesaktuell und auf unsicherer Erkenntnislage neu abwägen und entscheiden, wie eine schrittweise Herstellung des regulären Medizinbetriebes unter Wahrung des gebotenen Infektionsschutzes möglich ist", begründet Hecken das Vorgehen. Die Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) hatte sich bereits im Vorfeld für eine Verlängerung bis 3. Mai eingesetzt.