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14. Juli 2017

Big Data

Merkel für mehr Digitalisierung in der Medizin

 
Berlin (pag) – Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht sich dafür aus, die Digitalisierung in der Medizin und im Gesundheitswesen voranzutreiben. In ihrem neuen Video-Podcast sagt Merkel, es gelte, Rückstände aufzuholen. Sie plädiert dafür, in der Gesundheitsforschung Verfahren zu beschleunigen und die elektronische Gesundheitsakte einzuführen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (© pag / Maybaum)
Viele Krankenhäuser könnten nicht auf alles spezialisiert sein. Deshalb sei es gut, wenn man durch die Vernetzung auf weit entferntes Expertenwissen zurückgreifen könne. Robotische Operationen vergleicht Merkel mit dem autonomen Fahren. Auch bei der Operationstechnik müsse der Maßstab sein, wo die geringsten Fehler passierten und die Unsicherheiten am geringsten seien. „Und wenn das so ist“, sagt die Kanzlerin, „dann muss man das anwenden.“

Darauf angesprochen, dass die wesentlichen Entwicklungsimpulse bei der Digitalisierung der Medizintechnik aus den USA, aus Japan und aus China kommen, sagt Merkel, man müsse sich überlegen, wie sich Verfahren beschleunigen ließen. „Unser Ziel in der Gesundheitsforschung – und deshalb haben wir ja auch in der Hightech-Strategie da einen Schwerpunkt gesetzt – muss ja sein, auch Rückstände aufzuholen.“ Bei der Ausschreibung von Forschungsprojekten müsse man mit dem Forschungsministerium darüber sprechen, was Forscher behindert.

Mit Blick auf die elektronische Gesundheitsakte hält Merkel Überzeugungsarbeit für notwendig. Hier gebe es noch „innere Vorbehalte“. Deshalb sei es wichtig, alle Datenschutzfragen gut zu klären; das E-Health-Gesetz sei eine Rechtsgrundlage, „mit der man schon Einiges anfangen kann“, so die Bundeskanzlerin.

Einen Fortschritt verspricht sich Merkel in diesem Zusammenhang von dem „Bürgerportal“, dessen Einrichtung mit den Ländern für die nächste Legislaturperiode verabredet ist. Jeder Bürger habe „bei allem, was er an Dienstleistungen vom Staat in Anspruch nimmt“, einen Zugang. „Und da wird dann auch die elektronische Gesundheitsakte – aus meiner Sicht – ihren Platz finden“, erklärt Merkel.
Beim Thema Big Data hält die Kanzlerin es für notwendig, „sehr offen“ zu sein und zu versuchen, daraus auch neue Anwendungen zu machen. Man müsse akzeptieren, dass große Datenmengen neue Erkenntnisse mit sich brächten.
Digitorial

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Cover Spork

"Gesundheit ist kein Zufall.'" von Peter Spork
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