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Patienten sind zufrieden mit ihren Fachärzten

München (pag) – Die Patienten in Deutschland sind zufrieden mit ihren Fachärzten. Das zeigen die Ergebnisse des jameda Patientenbarometers 2/2016, das von dem Online-Arztsucheportal zweimal jährlich erhoben wird. Im Schnitt werden die Fachärzte mit einer 1,8 auf einer Schulnotenskala von 1 bis 6 bewertet.

Die besten Bewertungen bekommen die Zahnärzte. Mit einer durchschnittlichen Note von 1,33 heben sie sich deutlich gegenüber anderen Fachbereichen ab. Bereits zur zweitplatzierten Gruppe, den Urologen (1,63), können die Zahnärzte einen Notenvorsprung von 0,3 verzeichnen. Auch die drittplatzierten Allgemeinmediziner können mit einer guten durchschnittlichen Note von 1,77 zufrieden mit ihrer Leistung sein. Am schlechtesten wird die Fachgruppe der Hautärzte bewertet: Mit der Note 2,42 belegen die Dermatologen den letzten Platz der zehn betrachteten Facharztgruppen.
Auffällig ist die Schere, die sich zwischen Privat- und Kassenpatienten abzeichnet. So vergeben Privatpatienten für die Behandlung durch ihre Ärzte im Schnitt die Note 1,46, während gesetzlich Versicherte sich nur zu einer 1,75 durchringen können. Auch in jeder anderen der insgesamt fünf Hauptbewertungskategorien – dazu zählen neben der Behandlung auch Aufklärung, Vertrauensverhältnis, genommene Zeit und Freundlichkeit – geben Privatpatienten bessere Bewertungen als gesetzlich Versicherte.

Die Ärzte in Bayern schneiden am besten ab: Durchschnittlich werden die Mediziner im Freistaat mit 1,66 bewertet. Die Ärzte aus Nordrhein-Westfalen (1,76) und Hamburg (1,77) sind ihnen dicht auf den Fersen. Weniger glücklich sind offenbar die Bremer mit ihren Medizinern: Sie vergeben für die Gesamtzufriedenheit im Schnitt nur die Note 2,07, was für Bremen den letzten Platz im bundesweiten Vergleich bedeutet.
Während die Gesamtzufriedenheit der Deutschen im Jahr 2013 bereits bei einem guten Durchschnittswert von 1,85 lag, konnten sich die Mediziner in den vergangenen Jahren weiter verbessern: Betrachtet man ausschließlich die Bewertungen aus 2016, gaben die Patienten ihren Ärzten eine 1,75.