Design-Elememt

17. Juli 2017

Humane Papillomviren

Rechtzeitige Impfung schützt vor Gebärmutterhalskrebs

 
Köln (pag) – Infektionen mit den Humanen Papillomviren (HPV) gelten als Hauptauslöser für Gebärmutterhalskrebs und sind in Deutschland weit verbreitet. Einen frühzeitigen Schutz stellt die HPV-Impfung dar. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) führt aktuell eine Anzeigenaktion in Zeitschriften und auf Online-Portalen durch, um gezielt auf die Möglichkeit zur HPV-Impfung hinzuweisen.

Trotz guter Verträglichkeit ist bisher nur ein geringer Teil aller Mädchen in Deutschland geimpft. Ende 2014 hatten von den 15-jährigen Mädchen erst 30,5 Prozent eine vollständige Impfung erhalten. Dabei schützt die Maßnahme gegen die häufigsten hochriskanten Papillomviren. Aktuell wird ein Impfalter zwischen neun und 14 Jahren empfohlen.

Dr. Heidrun Thaiss (© pag / Fiolka)
„Dass die HPV-Impfquoten noch niedrig sind, hat mehrere Gründe. Eine der Ursachen liegt sicherlich auch darin, dass hier bereits jungen Mädchen zwischen neun und 14 Jahren eine Impfung gegen eine sexuell übertragbare Infektion empfohlen wird. Dieses Thema in diesem Alter in der (Kinder-)Arztpraxis anzusprechen, ist noch nicht überall selbstverständlich, so dass dadurch der richtige Zeitpunkt verpasst werden kann“, erklärt Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA.

Von den jungen Frauen unter 30 Jahren sind etwa 20 bis 40 Prozent mit einem Hochrisiko-HPV infiziert. Allerdings heilt ein Großteil der Infektionen von selbst aus. Bei einem Teil jedoch bleibt die Infektion im Körper und kann Jahre später zu Gebärmutterhalskrebs führen. Was viele Menschen auch nicht wissen: Einige HPV-Typen verursachen Genitalwarzen. Diese sind zwar harmlos, aber lästig. Auch dagegen bietet die Impfung einen gewissen Schutz.

Die Anzeigenkampagne der BZgA richtet sich gezielt an Eltern mit jungen Töchtern sowie an junge Frauen. Auf dem Anzeigenmotiv, das speziell Mütter anspricht, steht die Botschaft: „Der beste Schutz vor Gebärmutterhalskrebs: die HPV-Impfung“. Das zweite Anzeigenmotiv spricht vor allem junge Frauen an und ruft zur Nachimpfung bis zum 18. Geburtstag auf.
Digitorial

Literaturtipps
Cover Selbsthilfefreundlichkeit

"Selbsthilfefreundlichkeit im Gesundheitswesen. Wie sich selbsthilfebezogene Patientenorientierung systematisch entwickeln und verankern lässt'" von Alf Trojan u.a.
weiter lesen

Terminhinweise

Permanent aktualisierte Ankündigungen von Veranstaltungen, die für Patienten relevant sind.

zum Beispiel: "Kinderlosigkeit, Geburten und Familien – Ergebnisse des Mikrozensus 2016" am 26.7.2017 in Berlin
weiter lesen