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Rezeptfreie Medikamente nicht immer harmlos

Magdeburg (pag) – Dass rezeptfreie Medikamente bei Husten, Schnupfen oder grippalen Infekten nicht harmlos sind, erklärt die Apothekerkammer Sachsen-Anhalt.

„Wer bei einer Erkältung rezeptfreie Medikamente einnimmt, sollte wissen, dass diese nicht immer so harmlos sind, wie es manchmal scheint. Beispielsweise können manche Grippemittel den Blutdruck steigen lassen“, sagt Dr. Jens-Andreas Münch, Präsident der Apothekerkammer Sachsen-Anhalt.

Wer also unter zu hohem Blutdruck leidet, sollte sich vor der Einnahme genau informieren. Um Komplikationen zu vermeiden, sei es ratsam, in der Apotheke vor Ort nach dem richtigen Mittel zu fragen.

Um einer Infektion mit dem Grippe- oder Coronavirus vorzubeugen, bräuchten gesunde Menschen in Deutschland keine Atemschutzmaske. „Viele Patienten fragen nach Masken. Diese vorsorglich zu tragen, ist aus unserer Sicht nicht notwendig. Lassen Sie sich durch Berichte in den Medien oder dem Internet nicht verunsichern, sondern fragen Sie konkret in der Apotheke Ihres Vertrauens nach, was zu tun ist“, so Apotheker Dr. Münch.

Generell sollte auf gute Hygiene geachtet werden, um Infektionen zu vermeiden. Vor allem regelmäßiges und häufiges Händewaschen mit Wasser und Seife und genügend Abstand zu Menschen im öffentlichen Raum helfe, um einer Ansteckung vorzubeugen. Antimikrobielle Zusätze wie Desinfektionsmittel seien nicht unbedingt nötig. Nach jedem Husten, Naseputzen und Niesen sollten die Hände gewaschen werden. Ausreichend Bewegung an der frischen Luft sowie gesunde Ernährung helfe ebenfalls dabei, das Immunsystem zu stärken.