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13. Juni 2018

Schmerztabletten tragen künftig Warnhinweise

 
Berlin (pag) – Der Bundesrat hat der Analgetica-Warnhinweis-Verordnung zugestimmt. Danach sollen freiverkäuflichen Schmerzmitteln künftig Warnhinweise beiliegen. Dies soll Verbraucher davon abhalten, die Medikamente über die empfohlene Höchstdauer hinaus einzunehmen. Der Bundesrat stimmt zudem der Änderung der Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung (BtMVV) und Aufnahme zweier synthetischer Cannabinoide zu.

Studien zufolge würden ein Fünftel der Frauen und fast ein Drittel der Männer solche Analgetica länger als die vorgegebenen vier Tage einnehmen. Rezeptfreie Schmerzmittel wie Aspirin und Ibuprofen seien aber nicht harmlos. Bei einer längeren Einnahme ohne ärztlichen Rat könne es laut Pressemitteilung des Bundesrats zu Magendarmblutungen, Nierenschäden sowie Schlaganfällen kommen. Darauf wird bislang nur in Beipackzetteln hingewiesen.

Die Verordnung erfasst rezeptfreie Schmerzmittel, die zur Behandlung leichter bis mäßig starker Schmerzen oder von Fieber eingesetzt werden und beispielsweise die Wirkstoffe Paracetamol, Ibuprofen, Diclofenac oder Acetylsalicylsäure (Aspirin) enthalten. Die Verordnung muss noch im Bundesgesetzblatt verkündet werden. Sie soll im Juli in Kraft treten.

Zudem hat der Bundesrat die Verordnung zur Änderung der BtMVV angenommen. Zwei neue psychoaktive Stoffe (NPS) werden als verkehrsfähige, aber nicht verschreibungsfähige Betäubungsmittel in die Anlage II des Betäubungsmittelgesetzes aufgenommen. Konkret geht es um die synthetischen Cannabinoide CUMYL-PeGaClone und CUMYL-5F-P7AICA. Sie gelten laut Einschätzung des Bundesgesundheitsministeriums in besonderer Weise als gesundheitsgefährdend und würden oft missbräuchlich verwendet. Mit der Änderung der Verordnung sollen der Missbrauch eingedämmt und die Strafverfolgung erleichtert werden, heißt es in dem Bundesratsbeschluss.

Weitere Informationen unter:
https://www.bundesrat.de/SharedDocs/drucksachen/2018/0101-0200/144-18.pdf?__blob=publicationFile&v=1
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