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Neues Behandlungszentrum im Saarland

Homburg (pag) – Menschen mit seltenen Erkrankungen haben im Saarland ab sofort eine zentrale Anlaufstelle. Das neue Zentrum (ZSE) ist kürzlich an der Uniklinik Homburg eröffnet worden.

In der neuen Einrichtung sollen die bereits bestehenden Versorgungsstrukturen gebündelt werden. Rund 30 Ärzte von Kliniken und Instituten im Saarland sind an das Zentrum angeschlossen. Neben der Beratung und dem Aufzeigen der richtigen Diagnose gibt es das Ziel, den Bereich der seltenen Erkrankungen stärker in die Ausbildung von Medizinstudenten einfließen zu lassen. Damit soll die Facharztkompetenz künftiger Mediziner gestärkt werden.

Die Grundstruktur des Zentrums besteht aus den einzelnen Kliniken und Zentren des Uniklinikums, die sich durch eine besondere klinische und wissenschaftliche Expertise auf dem Gebiet einer seltenen Erkrankung oder Krankheitsgruppe auszeichnen und große Erfahrung mit dem jeweiligen Krankheitsbild besitzen. Gleichzeitig können Patienten mit bislang nicht diagnostizierten Erkrankungen über einen zentralen Lotsen ihre Befunde vorstellen. Diese werden dann in interdisziplinären Konferenzen besprochen, um den weiteren Diagnoseweg zu bestimmen. Hier kommen auch die innovativen Diagnoseverfahren am Klinikum zum Einsatz, oft auch die Analyse von genetischen Erkrankungen.

Eine Erkrankung gilt als selten, wenn weniger als fünf von 10.000 Menschen davon betroffen sind. Die Bandbreite reicht von der Stoffwechselkrankheit Mukoviszidose über Blutgerinnungsstörungen und neurologische Krankheiten bis zu seltenen Tumorerkrankungen.