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Telefonische AU bis 31. Mai verlängert

Berlin (pag) – Die Sonderregelung zur telefonischen Krankschreibung wird letztmalig bis einschließlich 31. Mai 2020 verlängert. Das hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) einstimmig beschlossen.

Bald soll zur regulären Patientenversorgung zurückgekehrt werden.

Der Beschluss stehe im Einklang mit der aktuellen Einschätzung der Gefährdungslage, die zu Lockerungen in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens geführt habe, erklärt Prof. Josef Hecken, unparteiischer Vorsitzender des G-BA. „Wir bereiten damit die Rückkehr zur regulären Patientenversorgung hinsichtlich der ärztlichen Beurteilung von Arbeitsunfähigkeit vor“, sagt er. Es müsse eine Normalisierung eintreten. Arztpraxen würden mit der letztmaligen Verlängerung einen etwa zweiwöchigen Handlungsrahmen bekommen, „um sich organisatorisch auf die Wiederherstellung des Regelbetriebs einzustellen, nachdem die Ausstattung mit Masken und sonstigen Schutzausrüstungen mittlerweile weitestgehend gewährleistet ist“. In vielen Praxen würden bereits belastbare Hygienekonzepte praktiziert.

Bis einschließlich 31. Mai 2020 gilt: Die Feststellung der Arbeitsunfähigkeit bei Versicherten mit leichter Erkältung darf für einen Zeitraum von bis zu sieben Tagen auch nach telefonischer Anamnese erfolgen. Eine einmalige Verlängerung um maximal sieben Tage ist ebenfalls per Telefonat möglich.
Der G-BA behalte sich allerdings vor, bei einer sich wieder beschleunigenden Infektionsdynamik kurzfristig über eine neue Sonderregelung zu beraten.