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13. März 2019

Umfrage: Ein Drittel bevorzugt Notaufnahme

 
Hannover (pag) – Etwa ein Drittel der Patienten geht bei Beschwerden während der Sprechstundenzeiten nicht in die Arztpraxis, sondern in die Krankenhaus-Notaufnahme. Das geht aus einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) unter 1000 Personen hervor.

40 Prozent der befragten Patienten fühlen sich im Krankenhaus medizinisch besser versorgt als in der Praxis. (© SelectStock / iStock)
Die KKH sieht das Ergebnis sehr kritisch: „Wer die Notaufnahme mit Bagatellbeschwerden aufsucht und so die Wartezeit auf einen Arzttermin umgehen will, erschwert die Versorgung echter Notfälle erheblich.“ Als Grund geben mehr als 40 Prozent der Notaufnahme-Nutzer an, dass sie sich im Krankenhaus medizinisch besser versorgt fühlen als in der Praxis, teilt die KKH mit. Ein Viertel der Befragten wurde nach eigener Aussage vom Haus- oder Facharzt an die Notaufnahme verwiesen. Ebenfalls knapp ein Viertel führt als Grund an, dass Patienten in der Notfallambulanz ohne einen Termin Hilfe erhalten. 13 Prozent sagen, dass sie so kurzfristig keinen Termin in der Praxis bekommen und deshalb die Notaufnahme aufgesucht hätten. Zwölf Prozent geben an, dass ihre Beschwerden in der Arztpraxis nicht behandelt werden.
Dabei kennen 78 Prozent der Befragten den Service des ärztlichen Bereitschaftsdiensts. Haben die Praxen geschlossen, wendet sich bei nicht lebensbedrohlichen Beschwerden ein Drittel telefonisch an diesen. Etwa 20 Prozent würde die ambulante Notfallpraxis aufsuchen. „Unter denjenigen, die die Notaufnahme bevorzugen, kennen immerhin fast 40 Prozent den ärztlichen Bereitschaftsdienst, würden aber dennoch zuerst ins Krankenhaus gehen als dort anzurufen“, teilt die KKH mit. „Acht Prozent würden den Rettungsdienst unter der Nummer 112 alarmieren.“ Die bundesweite Telefonnummer 116117 des ärztlichen Bereitschaftsdienstes kennen laut Umfrage 15 Prozent.
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zum Beispiel: "Der digitale Patient - Was bedeutet das eigentlich?", am 28.05.2019 in Hannover
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