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Ärztlicher Bereitschaftsdienst gewinnt an Bekanntheit

Berlin (pag) – Mehr Menschen kennen und nutzen den ärztlichen Bereitschaftsdienst – das ist ein Ergebnis der Versichertenbefragung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). Sorgen bereitet den Versicherten vor allem fehlendes Personal in den Gesundheitsberufen.

Die Kampagne unter dem Motto: "Die Elfen, die helfen". Im Bild mit Dr. Thomas Kriedel, Mitglied des Vorstands der KBV, Dr. Stephan Hofmeister, Vorstandsvize der KBV und KBV-Chef Dr. Andreas Gassen (v.l.n.r.)Die Aufklärungskampagne „116117 – Die Nummer mit den Elfen“, die die KBV im Herbst 2019 ins Leben gerufen hatte, trägt offenbar Früchte. Nachdem in der Versichertenbefragung im Vorjahr 37 Prozent der Befragten angaben, die Nummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes zu kennen, waren es in diesem Jahr zum Zeitpunkt der Befragung Mitte März bereits 45 Prozent. Auf Nachfrage konnten 71 Prozent dieser Versicherten die Nummer auch tatsächlich korrekt benennen. Sehr zur Freude von KBV-Vorstandschef Dr. Andreas Gassen, der die „sehr deutliche Zunahme“ begrüßt. Mit der Bekanntheit steigt laut Umfrageergebnis auch die Inanspruchnahme. 30 Prozent der Befragten wenden sich demnach an den Bereitschaftsdienst, wenn sie nachts oder am Wochenende ärztliche Hilfe benötigen (Vorjahr: 26 Prozent). Für die meisten Versicherten (35 Prozent) bleibt jedoch das Krankenhaus die erste Wahl.
Bewährt habe sich die 116117 auch während der zurückliegenden Krisen-Monate, erläutert Gassen, der die Nummer als „die Corona-Hotline“ bezeichnet.
Neben dem ärztlichen Bereitschaftsdienst befragte die KBV die Versicherten auch zu den aus ihrer Sicht größten Herausforderungen für das Gesundheitssystem in den kommenden Jahren. Am meisten beschäftigt die Menschen demnach der Personalmangel in den Gesundheitsberufen. 14 Prozent sehen im Ärztemangel die größte Herausforderung, zwölf Prozent stellen das Fehlen von Pflegekräften an die erste Stelle. Digitalisierung und Wartezeiten hinken mit jeweils drei Prozent deutlich hinterher. KBV-Vorstandsvize Dr. Stephan Hofmeister fühlt sich bestätigt: Digitalisierung sei „ein Nice-to-have und kein Allheilmittel. Das sehen die Patienten offenbar genauso wie wir.“


Hier geht‘s zu den Ergebnissen der Versichertenbefragung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung:
https://www.kbv.de/html/versichertenbefragung.php