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13. September 2018

Welt-Sepsis-Tag: Impfungen gegen Meningokokken bei Kindern überprüfen

 
Berlin (pag) – Ein seltener, aber gefährlicher Auslöser für eine Sepsis sind Meningokokken. Säuglinge sind besonders gefährdet. Doch nicht alle Impfungen gegen diese Bakterien sind Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Eltern sollten mit ihrem Kinderarzt über zusätzliche Impfungen sprechen.

Es begann mit Kopfschmerzen, Erbrechen und Fieber. Später kamen kleine dunkle Einblutungen am Körper von Justina hinzu. Dann ging alles ganz schnell. Im Krankenhaus mussten ihre Unterschenkel und Fingerkuppen aufgrund einer Erkrankung entfernt werden, von der die 20-Jährige zuvor noch nie gehört hatte: Meningokokken. Acht Tage lag sie im Koma und einen Monat lang im halbwachen Zustand auf der Intensivstation. Ihre Form der Erkrankung ist sehr selten: Eine Meningokokken-Sepsis.

Auslöser sind Meningokokken-Bakterien, die im Nasen-Rachen-Raum leben. Die Bakterien werden durch Tröpfcheninfektion übertragen. In zwei Dritteln der Fälle lösen sie eine Meningitis (Hirnhautentzündung), in einem Drittel eine Sepsis (Blutvergiftung) aus. Das höchste Erkrankungsrisiko besteht für Säuglinge und Kleinkinder. Erste Symptome treten nach etwa drei bis vier Tagen nach der Infektion auf. Typisch sind grippeähnliche Symptome – oft kombiniert mit Kreislaufversagen, Krampfanfällen, Fieber, Schüttelfrost oder getrübter Bewusstseinslage.

Birgit Augustin, Kinder- und Jugendärztin aus Berlin (© pag, Fiolka)
Wichtig sei, dass Eltern ihre Kinderärzte früh auf mögliche Impfungen ansprechen, sagt die Berliner Kinder- und Jugendärztin Birgit Augustin. Die Meningokokken C-Impfung ist in Deutschland für alle Kinder öffentlich empfohlen und wird von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Die Impfungen gegen die häufigste Meningokokken-Art B sowie die selteneren Arten A, W und Y sind bisher nicht im Standard-Impfkatalog gelistet. „Viele Krankenkassen erstatten die Kosten dieser Impfungen mittlerweile teilweise oder komplett auf Anfrage“, sagt Nadine Stryewski vom Arneimittelhersteller GlaxoSmithKline. „Mit einigen großen Krankenkassen sind wir zudem im Gespräch.“ Die Betriebskrankenkasse Verkehrsbau Union (BKK VBU) übernimmt die Kosten für die Impfung gegen Meningokokken B. „Wenn es Impfstoffe gibt, sollten sie auch eingesetzt werden. Kein Kind sollte heutzutage an einer Infektion sterben, der man vorbeugen kann“, sagt Jens Hermes, Impf-Experte der BKK VBU.
Terminhinweise

Permanent aktualisierte Ankündigungen von Veranstaltungen, die für Patienten relevant sind.

zum Beispiel: "Digitalisierung im Gesundheitswesen – Status quo und Ausblick", 21.11.2018, Berlin
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Cover Das ist Krebs

"Das ist Krebs. Ein Buch für Kinder über die Krankheit Krebs" von Esther Tulodetzki
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