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„Ich wusste nicht, wie Forschung funktioniert“

Warum ist Forschung die beste Medizin? Darüber haben sich acht Internet-Berühmtheiten Gedanken gemacht und bei Pharmaunternehmen nachgefragt. Entstanden sind spannende Videos, die hinter die Kulissen der Pharmaforschung blicken.

Die Bloggerinnen Samira (links) und Franziska.Dass sie die chronische Krankheit Fibromyalgie hat, wollte Franziska lange nicht wahrhaben – und auch die Ärzte nahmen die junge Frau nicht ernst. In ihr entstand ein tiefes Bedürfnis, über ihre Krankheit zu informieren: „Gerade bei „unsichtbaren“ Erkrankungen wie der Fibromyalgie ist es darum so wichtig, darüber zu sprechen und zu vermitteln, wie sich das anfühlt. Warum man bestimmte Dinge tut oder nicht tut“, schreibt sie auf ihrem Blog „Fibrofee“. „Zuhören macht einen echten Unterschied. Ein offenes Ohr kann Wunder bewirken“.

Warum Forschung die beste Medizin ist

Han Steutel, Vorstandsvorsitzender des vfa.Franziska ist eine von acht Botschafterinnen und Botschaftern – bekannte Persönlichkeiten digitaler Plattformen – die hinter die Kulissen der Pharma-Forschung geblickt haben. Entstanden sind zwölf Videos, die spannende Fragen zum Thema Arzneimittelforschung beantworten. Der Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa) hatte zum Start der Kampagne unter dem Motto „Forschung ist die beste Medizin“ in den Schöneberger Gasometer eingeladen. Warum Forschung die beste Medizin ist, erklärt vfa-Vorstandsvorsitzender Han Steutel: „Weil wir auch in zehn Jahren noch neue Arzneimittel haben wollen, die Krankheiten lindern oder heilen können. Es gibt noch so verdammt viel zu tun.“ Im vergangenen Jahr standen bei einer anderen Veranstaltung Forscher im Mittelpunkt und erklärten die Motive für ihre Arbeit.

Wie werden Schmerzmittel entwickelt?

Franziska resümiert: „Ich wusste nicht, wie die Forschung funktioniert. Ich wollte die Menschen und die Atmosphäre dahinter kennenlernen.“ Sie hat sich bei Grünenthal darüber informiert, wie neue Schmerzmittel entwickelt werden, wie Nebenwirkungen dieser Arzneien entstehen und warum das Thema Schmerzgedächtnis so wichtig ist. Wie Patientenen aktiv an Schmerzforschung teilnehmen können, darüber hat sie ebenfalls etwas erfahren. „Dafür, dass es diese Mittel überhaupt geben kann und neue gefunden werden, ist Forschung nötig. Forschung, die etwa herausfindet, wie Schmerzen entstehen und welche Mechanismen dabei eine Rolle spielen.“ Ihr Video ist hier zu finden.

Es wird an der Heilung von MS geforscht

Bloggerin Samira ist ebenfalls eine der Botschafterinnen. Auf ihrem Blog „Chronisch Fabelhaft“ informiert sie über ihr Leben mit Multipler Sklerose (MS).
Mit dem Bloggen habe sie etwas gefunden, „was sich für mich gut und richtig anfühlt“ und bezeichnet sich selbst als digitale Nomadin. Es sei eine Erleichterung für sie, sich mitteilen zu können. Ihr Ziel: Ein MS-Blog, der die guten Aspekte im Alltag beleuchtet. Sie möchte Austausch, Aufklärung, aber auch Lifestyle thematisieren. Beim Thema Forschung sei eine Sache überraschend für Sie gewesen: „Dass an der Heilung geforscht wird. Das klingt jetzt überraschend, aber mir war das nicht klar“. Ihr Video und den Besuch bei Bayer können Sie hier ansehen.

Qualitäten von Frauen noch besser anerkennen

Bloggerin Vreni Frost.Das Thema Frauen in der Pharma-Forschung und Gleichberechtigung beleuchtete Influencerin, Moderatorin und Autorin Vreni Frost. Sie betreibt den Blog neverever.me, wo sie sich mit den Themen Mode, Lifestyle, Reisen und Leben widmet. Bei der Förderung von Frauen würden Pharmafirmen laut Frost schon sehr viel richtig machen: „Da können sich andere Unternehmen eine Scheibe abschneiden.“ Sie verbrachte einen Tag mit Dr. Margaretha Bakker, Associate Director bei AbbVie, die an der Alzheimer-Krankheit forscht. Bakker sieht noch Handlungsbedarf und hofft, dass die Qualitäten von Frauen noch besser anerkannt werden.

Junge Menschen erreichen und aufklären

Roman Malessa, Ehrenamtlicher bei der Jugend gegen AIDS.Ein weiterer Botschafter der Kampagne ist Roman Malessa von der Jugend gegen Aids. Schon früh widmete er sich dem Thema HIV und AIDS. Er weiß, dass die meisten Neuinfektionen bei jungen Menschen auftreten und möchte diese deshalb auf vielen Wegen erreichen: In den sozialen Netzwerken, auf der Straße oder in der Schule. Mit dem Projekt Aufklärung etwa bildet die Jugend gegen Aids Jugendliche zu so genannte „Peer-Aufklärern“ aus, die dann in ihrer Klasse Aufklärungsarbeit zu den Themen sexuelle Gesundheit und Verhütung betreiben. Forschung ist für ihn die beste Medizin, weil sie dabei helfe, „unheilbare Krankheiten zu behandeln und vielleicht sogar heilen zu können“.

Simulation eines epileptischen Anfalls

Wissens-Youtuber Christoph Krachten.Christoph Krachten, einer der bekanntesten deutschen YouTuber und TV-Produzenten, hat die Bereiche Alzheimerforschung, Künstliche Intelligenz, Robotik und Diabetes näher beleuchtet und konnte sich von verschiedenen Zukunftsszenarien ein Bild machen. Durch moderne Technologie war es möglich, dass er die Simulation eines epileptischen Anfalls durchleben konnte.

Alheimer-Forscherin Cornelia Dorner-Ciossek von Böhringer Ingelheim.Außerdem sprach er mit Dr. Cornelia Dorner-Ciossek, Alzheimer-Forscherin bei Boehringer Ingelheim, die sich bei der Entwicklung eines neuen Medikaments gegen die heimtückische Krankheit trotz vieler Forschungsrückschläge nicht entmutigen lässt: Sie und ihr Team arbeiten weiter daran, bestimmte Moleküle zu bestimmen, um damit eines Tages eine wirksame Arznei zu entwickeln.

Alle Videos der Botschafterinnen und Botschafter sind hier zu finden.