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6. Februar 2019

Mehr Patientenschutz durch neues Sicherheitssystem

 
Am 9. Februar geht das neue Sicherheitssystem securPharm für Arzneimittel an den Start. Durch Echtheitsprüfungen von Medikamenten sollen Patienten noch besser vor gefälschten Arzneimitteln geschützt werden.

Ein Erstöffnungsschutz, durch den die Unversehrtheit einer Packung erkennbar ist, gehört zum Sicherheitssystem von securPharm. (© Roche)
Mit securPharm beginnt ein längerer Umstellungsprozess im gesamten Arzneimittelvertrieb, der den Schutz vor gefälschten Medikamenten verbessern soll. Der Verein securPharm wird von Industrie, Großhandel und Apothekerschaft getragen und hat dieses System gemäß den Vorgaben der EU-Fälschungsschutzrichtlinie entwickelt. „Patientenschutz ist ein hohes Gut und für die Partner der Arzneimittelversorgung unverzichtbar. Wir werden die Sicherheit von Arzneimitteln mit dem neuen Schutzschild noch weiter erhöhen“, sagt Martin Bergen, Geschäftsführer von „securPharm“.

Zwei zusätzliche Sicherheitsmerkmale

Das neue Sicherheitssystem funktioniert so: Die Packungen verschreibungspflichtiger Medikamente, die Hersteller neu in den Verkehr bringen, erhalten zwei zusätzliche Sicherheitsmerkmale, die direkt vor der Abgabe an den Patienten überprüft werden. Für Patienten bedeutet dies einen noch besseren Schutz vor gefälschten Arzneimitteln in Apotheken und Kliniken.

Erstöffnungsschutz und individuelle Packungsnummer

Die beiden Sicherheitsmerkmale sind: Ein Erstöffnungsschutz, durch den die Unversehrtheit einer Packung erkennbar ist sowie eine individuelle Packungsnummer, die jede Packung zum Unikat macht. Über das securPharm-System prüfen Apotheken die Packungen anhand der Sicherheitsmerkmale direkt vor der Abgabe an den Patienten auf ihre Echtheit. Da die Packungen mit dem neuen Schutz ab 9. Februar erst nach und nach in den Handel kommen, wird es für eine Übergangszeit Packungen mit und ohne neue Sicherheitsmerkmale in den Apotheken geben. Arzneimittel, die vor dem Stichtag 09. Februar 2019 hergestellt worden sind, dürfen ohne die Sicherheitsmerkmale und entsprechend ohne Echtheitsprüfung bis Ablauf des Verfalldatums abgegeben werden.

750 Millionen Packungen verschreibungspflichtiger Arzneimittel

Das securPharm-System ist eingebettet in ein europaweites Schutzsystem gegen gefälschte Arzneimittel. Zunächst gehen in 26 EU-Mitgliedstaaten sowie in Norwegen, Island und Liechtenstein die Sicherheitssysteme in Betrieb. Bis 2025 kommen dann auch die Systeme Italiens und Griechenlands dazu. Das Projekt gehört zu den größten Infrastrukturprojekten der Arzneimittelversorgung in Europa. In Deutschland mussten die Arzneimittelhersteller die Fertigung von fast 60.000 unterschiedlichen Produkten so umstellen, dass sie die neuen Sicherheitsmerkmale erhalten. Hierzulande werden pro Jahr rund 750 Millionen Packungen verschreibungspflichtiger Arzneimittel in öffentlichen Apotheken abgegeben. Rund 22.000 Hersteller, Apotheken, Großhändler und Kliniken sind an das securPharm-System angebunden. Diese haben mit erheblichem finanziellem und personellem Aufwand die technischen Voraussetzungen für die Einführung der zusätzlichen Sicherheitsmerkmale geschaffen.
Terminhinweise

Permanent aktualisierte Ankündigungen von Veranstaltungen, die für Patienten relevant sind.

zum Beispiel: "Sind Ultraschalluntersuchungen in der Schwangerschaft gefährlich?", am 24.04.2019
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