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Covid-19: Wann gibt es einen Impfstoff?

Die Welt wartet auf einen Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus: Nur allein damit lässt sich Normalität im Alltag wieder herstellen. Die Impfstoffentwicklung gegen die Lungenkrankheit Covid-19 läuft derweil auf Hochtouren: Binnen kurzer Zeit sind dutzende Impfstoffprojekte angelaufen.

Die Welt wartet auf einen Impfstoff gegen die Atemwegsinfektion SARS-CoV-2 .

Gegen SARS-CoV-2 sind innerhalb kürzester Zeit mindestens 131 Impfstoffprojekte angelaufen: Die Weltgesundheitsorganisation WHO zählt derzeit 118 – dazu kommen noch mindestens 13 weitere Projekte, die sie noch nicht verzeichnet. Eine Übersicht über die bisherigen Forschungsvorhaben vom Verband der forschenden Pharma-Unternehmen finden Sie hier.

Die Entwicklung eines Impfstoffs dauert normalerweise viele Jahre – bei COVID-19 soll es nun viel schneller gehen. Noch nie wurden so schnell an Impfstoffen geforscht wie bei dieser Krankheit. Zehn Wochen nach der Bekanntmachung der genetischen Sequenz des Virus begann schon die erste Phase-I-Studie. Insgesamt sind weltweit über 100 Institute, Unternehmen und Universitäten an der Forschung beteiligt und entwickeln unterschiedliche Impfstofftypen. Die meisten Projekte zielen auf drei verschiedene Arten von Impfstoffen ab.

1) Lebendimpfstoffe mit Vektorviren: Dabei sind gut bekannte, harmlose Viren der Ausgangspunkt wie etwa das Virus aus dem Masernimpfstoff. Vektorviren können sich in Menschen vermehren, ohne dass derjenige erkrankt. Dem Immunsystem wird eine Infektion vorgespielt und es wird ein Immunschutz aufgebaut, der eine echte Infektion abwehren kann.

2) Totimpfstoffe mit Virusproteinen: Diese Art von Impfstoff ist inaktiviert, das heißt sie enthalten nur abgetötete Krankheitserreger, die sich nicht mehr vermehren können oder auch nur Bestandteile der Erreger. Beispiele hierfür sind Impfungen gegen Tetanus, Hepatitis B oder Grippe.

3) Genbasierte Impfstoffe: Diese Impfstoffe enthalten ausgewählte Gene des Virus in Form von mRNA bzw. DNA. Diese sollen nach der Injektion im Körper die Bildung von ungefährlichen Virusproteinen hervorrufen, die dann wiederum wie bei einem konventionellen Impfstoff den Aufbau des Immunschutzes bewirken. Der Vorteil dieser Methode ist, dass von ihnen schnell viele Injektionsdosen produziert werden können.