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Weltasthmatag: Volkskrankheit in Corona-Zeiten

Heute ist Weltasthmatag: Laut Deutschem Allergie- und Asthmabund (DAAB) sind etwa acht Millionen Deutsche betroffen. In der Regel ist die Krankheit gut behandelbar, doch in Zeiten von Corona haben Patienten viele Fragen.

Gut eingestellte Asthmatiker sind laut DAAB grundsätzlich nicht stärker durch Coronaviren gefährdet als andere Menschen.Schwere Asthmaanfälle können lebensbedrohlich sein, weshalb eine gezielte Asthmatherapie wichtig sei, informiert der DAAB. Asthma – auch Asthma bronchiale genannt – ist eine dauerhafte Entzündung der Atemwege bzw. der Bronchialschleimhaut. Eine Folge ist, dass die Schleimhaut anschwillt und es zu einer übermäßigen Schleimproduktion kommt. Dadurch verengen sich die Bronchien. Die Bronchialmuskulatur verkrampft bei einem akuten Asthmaanfall und der Betroffene kann schwer ausatmen. Weitere Symptome sind ein Engegefühl in der Brust, eine pfeifende Atmung, ständiger Hustenreiz und zäher Schleim. In Schüben kann auch Atemnot auftreten. Laut GlaxoSmithKline sind die genetischen Hintergründe der Erkrankung nicht geklärt. Adipositas und Stress können zur Entstehung der Krankheit beitragen. Männer erkranken eher vor der Pubertät, Frauen danach. Große Risikofaktoren sind Allergien und Rauchen.

Therapietreue essenziell

Gut eingestellte Asthmatiker sind laut DAAB grundsätzlich nicht stärker durch Coronaviren gefährdet als andere Menschen. Eine wichtige Voraussetzung ist aber, dass Betroffene ihrer Therapie treu und gut eingestellt sind. Die Therapien wirken entzündungshemmend – etwa mit einem Corticoid, das inhaliert wird. Es ist der wichtigste Wirkstoff bei der Asthma-Therapie, weil es am wirksamsten ist. Eine regelmäßige Inhalation lindert Entzündungen der Schleimhaut an den unteren Atemwegen. Wie der DAAB informiert, zeigen entzündungshemmende Wirkstoffe bereits in einer kleinen Dosis eine gute Wirkung. Für Kortison gelte: „So wenig wie möglich, so viel wie nötig“. Ein inhalatives Kortison wirke gezielt in der Lunge und werde nicht über den Magen-Darm-Trakt aufgenommen.
Asthma und Covid-19

Diejenigen Asthmatiker, die derzeit immer wieder täglich unter Atemnot leiden, hätten ein größeres Infektionsrisiko als Asthmatiker, die durch ihre gut eingestellte Therapie keine Beschwerden haben. Die Atemnot sei ein Hinweis darauf, dass die Therapie nicht ausreiche und der jetzigen Situation noch nicht angepasst sei. Ein guter Umgang mit der Krankheit sei jedoch entscheidend, um negative Auswirkungen gering zu halten. Deshalb ist es laut DAAB wichtig, das Asthma-Management zu optimieren. In Asthma-Schulungen wird die richtige Technik zur Inhalation vermittelt oder die Arzneieinnahme geübt. Eigenkontrolle durch ein Asthma-Tagebuch oder einen Asthma-Notfallplan sei ebenfalls hilfreich, um mit der Erkrankung umzugehen.

Weitere Informationen hierzu finden Sie hier.