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Innovationsfonds fördert Webplattform für MS-Patienten

Mit der interaktiven Internet-Plattform „Power@MS“ sollen Patienten mit Multiple Sklerose (MS) unterstützt werden, mit ihrer Erkrankung besser und selbstbestimmter umzugehen. Ziel ist es, die Schubraten und die Kosten zu senken.

3D Illustration einer Nervenzelle3D Illustration einer NervenzelleDie Plattform will das aktuelle Wissen rund um die Krankheit und die vielfältigen und unübersichtlichen Therapieoptionen verständlich aufbereiteten, um Patienten bei Entscheidungen für eine Behandlung und bei der Therapiekontrolle zu unterstützen, wie der Projektbeschreibung zu entnehmen ist. Ins Leben gerufen wurde „Power@MS“ von einem Konsortium um den BKK Dachverband unter der Führung des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE). Das Projekt wird für dreieinhalb Jahre mit insgesamt rund 2,7 Millionen Euro vom Innovationsfonds gefördert.

Zwei Programm-Module sollen MS-Patienten durch den Krankheitsverlauf begleiten: Power@MS1 unterstütze sie darin, eine mit dem behandelnden Arzt gemeinsam verantwortete Entscheidung zur Immuntherapie zu treffen, heißt es. Außerdem vermittle der Teilbereich Aspekte der Krankheitsbewältigung und des gesundheitsfördernden Lebensstils. In Power@MS2 lernten die Patienten, mit Krankheitsschüben selbstbestimmt umzugehen und trainierten dies gemeinsam mit anderen Betroffenen in moderierten Chats. Nach erfolgreich abgeschlossenen Testläufen werde in Studien mit 330 bzw. 170 Patienten überprüft, wie sich die Module auf die Krankheitsschübe bzw. auf die Wahl der Schubtherapie auswirken. Begleitend werde untersucht, wie das Programm die Kostenentwicklung beeinflusse.

Im Erfolgsfall ermögliche Power@MS1 einen gezielteren Immuntherapiestart, eine bessere Therapietreue und fördere einen Lebensstil, der Krankheitsschüben vorbeugen oder sie hinauszögern könne. Power@MS2 könne einen kritischeren und kosteneffizienteren Umgang mit Therapiealternativen fördern.

Projektpartner

Dem Projekt-Konsortium gehören neben dem UKE und dem BKK Dachverband die Charité – Universitätsmedizin Berlin, die Universitäten Lübeck und Düsseldorf, die Universitätsmedizin Göttingen sowie die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft, Bundesverband, und das Unternehmen Gaia an.

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