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15. Mai 2018

Diabetes und Schlaganfall: Aufklärungstour durch Deutschland

 
Seit Mai ist die von Boehringer Ingelheim ins Leben gerufene Aufklärungsinitiative „Herzenssache Lebenszeit“ wieder unterwegs in Deutschland. Dort, wo die Busse Station machen, können sich Menschen über die Volkskrankheiten Diabetes und Schlaganfall informieren.

Der ehemalige „Der Preis ist heiß“-Moderator Harry Wijnvoord (© pag/Fiolka)
„Weil Diabetes anfangs ohne Schmerzen verläuft, wissen viele Menschen gar nicht, dass sie erkrankt sind, und die Dunkelziffer Betroffener ist hoch“, sagt der ehemalige „Der Preis ist heiß“-Moderator Harry Wijnvoord, Schirmherr der diesjährigen Auftaktveranstaltung in Berlin und selbst Diabetiker. Mit der entsprechenden Medikation, gesundem Essen, regelmäßiger Bewegung und einem Alkoholverzicht könne man Wijnvoord zufolge sehr gut alt werden. Vielen Menschen sei zudem nicht bewusst, dass Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlaganfall eng zusammenhingen. Da Diabetes laut Wijnvoord eine Krankheit sei, die man selbst beeinflussen könne, gelte es für eine gesunde Lebensweise und einen aufgeklärteren Umgang mit der Krankheit zu werben. Interessierte sollten sich daher am Bus-Infostand kostenlos über Diabetes und Schlaganfall informieren oder medizinisch beraten lassen. Erstmals werden dieses Jahr von Mai bis September gleich zwei rote Info-Busse parallel touren und knapp 100 Städte besuchen.

Kardiovaskuläre Erkrankungen: Haupttodesursache bei Diabetes

Bei etwa 7,5 Millionen Erwachsenen in Deutschland wurde laut International Diabetes Federation Diabetes diagnostiziert. Hinzu kommen etwa 440.000 nicht diagnostizierte Fälle. Zudem steige laut der Association of Cardiometabolic Multimorbidity with mortality die Zahl der Erkrankten: Jedes Jahr erhalte eine halbe Million Menschen in Deutschland die Diagnose Diabetes. In Deutschland haben jährlich rund 270.000 Menschen einen Schlaganfall.

Trotz Fortschritten in der medizinischen Versorgung sind laut World Heart Federation kardiovaskuläre Erkrankungen wie zum Beispiel ein Schlaganfall noch immer die Haupttodesursache von Menschen mit Typ-2-Diabetes – etwa jeder fünfte Schlaganfall-Patient in Deutschland ist Diabetiker. Bei Menschen mit Diabetes ist das Risiko, eine kardiovaskuläre Erkrankung zu entwickeln, zwei bis vier Mal höher als bei Menschen ohne Diabetes. Weltweit stirbt laut einer WHO-Studie rund die Hälfte aller Menschen mit Diabetes zudem an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Es wird geschätzt, dass Menschen mit Typ-2-Diabetes und kardiovaskulärer Vorerkrankung eine um zwölf Jahre verkürzte Lebenserwartung im Vergleich zu Gesunden haben.

Mit Prävention Bewusstsein schaffen

Vor dem Bus der Aufklärungsinitiative „Herzenssache Lebenszeit“, von links: Stefan Rinn, Dr. Michael Brinkmeier, Dr. Thomas Helms, Birgit Härtle, Harry Wijnvoord, Monika Fuhr, Dr. Jens Kröger und Dr. Karl Max Einhäupl (© pag/Fiolka)
„Patientenorientierung und Präventionsarbeit sind ein bedeutender Bestandteil unseres Gesundheitssystems und werden auch in der Zukunft noch an Bedeutung gewinnen“, sagt Birgit Härtle, Projektleiterin der Aufklärungskampagne „Herzenssache Lebenszeit“. Bereits seit mehr als 15 Jahren sei das Pharmaunternehmen in der Aufklärung zu Volkskrankheiten aktiv. Ziel sei eine Bewusstseinsänderung über den Zusammenhang von Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen – auch auf politischer Ebene.

Forderungen an die Politik

„Angesichts von über sieben Millionen Menschen mit Typ-2-Diabetes und 200 neuer Fälle pro Jahr, 300.000 Menschen mit Typ-1 sowie steigender Zahlen adipöser Kinder in Deutschland, sind wir in den letzten Jahren gescheitert“, sagt Dr. Jens Kröger, Vorstandsvorsitzender diabetesDE, bei der Auftaktveranstaltung. Da die Selbstverpflichtung der Wirtschaft nicht greife, müssten höhere Steuern auf zucker-, fett- und salzhaltige Produkte erhoben werden. Auch die Sekundärprävention mit Schlaganfall-Lotsen müsse weiter ausgebaut werden, um einen zweiten Schlaganfall zu verhindern, sagt Dr. Michael Brinkmeier, Vorstandsvorsitzender Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe. Ein interdisziplinärer Informationsaustausch auch über den ambulanten und stationären Sektor hinweg sei notwendig, um Behandlungen zu optimieren, meint Dr. Thomas Maria Helms, Vorstand der Deutschen Stiftung für chronisch Kranke.

Kampagne wird von Partnern unterstützt

Dr. Jens Kröger, Vorstandsvorsitzender diabetesDE (© pag/Fiolka)
Regionale Kliniken und Ärztenetzwerke, lokale Selbsthilfegruppen sowie Krankenkassen unterstützen die Aktion vor Ort. Interessierte können sich von Experten wie Diabetologen, Kardiologen und Neurologen aus Kliniken kostenlos beraten lassen. Auf Wunsch erhält jeder Auskunft über seinen derzeitigen Gesundheitszustand sowie sein persönliches Diabetes- und Schlaganfallrisiko. Hierfür werden Blutdruck, Blutzucker- und Cholesterinwerte gemessen. Zudem gibt es umfangreiches, kostenfreies Informationsmaterial und die Gelegenheit, offene Fragen rund um das Thema zu stellen.

Informationen zu den Terminen und Standorten der beiden Info-Busse unter https://www.boehringer-ingelheim.de/herzenssache-lebenszeit

Wer mehr wissen möchte:

Terminhinweise

Permanent aktualisierte Ankündigungen von Veranstaltungen, die für Patienten relevant sind.

zum Beispiel: "Gesundheit und Krankheit im transkulturellen Kontext", am 18.12.2018 in Köln
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Cover Das ist Krebs

"Das ist Krebs. Ein Buch für Kinder über die Krankheit Krebs" von Esther Tulodetzki
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