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27. Oktober 2017

eTRANSAFE

Mehr Sicherheit bei der Arzneimittelentwicklung

 
Das Forschungsprojekt eTRANSAFE hat zum Ziel, bessere und sicherere Arzneimittel zu entwickeln. An der Initiative, die von dem Institut Mar d'Investigacions Mèdiques (IMIM) in Barcelona koordiniert und vom Pharmaunternehmen Novartis geleitet wird, arbeiten acht akademische Einrichtungen und 18 Unternehmen partnerschaftlich zusammen.

Das Fünf-Jahres-Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, eine computergestützte Infrastruktur zu entwickeln, die Daten zu Fragen der Sicherheit über den gesamten Prozess der Wirkstoffentdeckung und Arzneimittelentwicklung zusammenführt. Daten aus Präklinik und Klinik werden bioinformatisch ausgewertet und im Anschluss wird analysiert, ob beobachtete Wirkungen übertragbar sind. So sollen Ressourcen optimal genutzt und sicherere Arzneimittel entwickelt werden.

„Die Sicherheit neuer Arzneimittelkandidaten in ersten klinischen Prüfungen wird auf der Grundlage von Daten aus präklinischen Tierstudien extrapoliert. Diese Extrapolationen stützen sich allein auf Daten, die für das aktuelle Projekt generiert wurden, denn die Prädiktivität der Gesamtheit aller existierenden historischen Daten wurde nie global und systematisch analysiert“, erklärt der Leiter des Projekts, François Pognan von der Firma Novartis. „Oft ist nur wenig darüber bekannt, mit welcher Stärke und Häufigkeit ein bei einer Tierspezies beobachteter Effekt auch als Wirkung beim Menschen auftreten kann“, fügt der stellvertretende Leiter, Thomas Steger-Hartmann von Bayer, hinzu. Ein Hauptaugenmerk im Projekt eTRANSAFE werde auf den Bereichen Datenstandardisierung und Qualitätskontrolle liegen. Prof. Ferran Sanz von der Fundació IMIM, Koordinator des Projekts, sagt: „eTRANSAFE wird die translationale Sicherheitsbewertung verbessern und dazu beitragen, dass die wesentlichen Vorgaben für die Wissenschaft zur gemeinsamen Nutzung von Forschungsdaten umgesetzt werden.“

Gefördert wird eTRANSAFE durch die „Innovative Medicines Initiative 2“, eine öffentlich-private Partnerschaft zwischen der Europäischen Union, vertreten durch die Europäische Kommission, und der (bio-)pharmazeutischen Industrie, vertreten durch den Europäischen Dachverband der pharmazeutischen Industrie (EFPIA).
Digitorial

Literaturtipps
Cover Spork

"Gesundheit ist kein Zufall.'" von Peter Spork
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