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Der Zecke einen Schritt voraus

Zecken sind nicht ungefährlich, denn sie können Krankheitserreger, darunter das Frühsommer-Meningoenzephalitis-(FSME-)Virus, übertragen. Die ZeckTag-App von Pfizer soll die Sicherheit unterwegs erhöhen. Der Zeckenwarner zeigt auf einen Blick, wie hoch am aktuellen Standort das Zeckenrisiko ist.

Oft können sich Kinder gar nicht an einen Zeckenstich erinnern und auch der für eine Borreliose-Infektion typische rote Ring auf der Haut ist nur bei wenigen Kindern erkennbar.Außerdem bietet ZeckTag Infos zu Vorsorgemaßnahmen sowie Tipps zur Soforthilfe bei einem Zeckenstich. Die App ermöglicht es, herauszufinden, ob man sich in einem FSME-Risikogebiet befindet. Dort ist die Gefahr der Übertragung von FSME-Viren besonders hoch. In Deutschland gibt es 161 betroffene Landkreise. Diese liegen in großen Teilen Bayerns, Baden-Württembergs sowie in Teilen Südhessens, Sachsens und Thüringens. Seit Februar 2019 gibt es mit dem Landkreis Emsland in Niedersachsen das erste Risikogebiet in Norddeutschland. Neben den FSME-Risikogebieten informiert die App auch darüber, was nach einem Zeckenstich zu beachten ist.

Einstichstelle mehrere Wochen beobachten
Wenn eine Zecke zugestochen hat, ist es wichtig, sie schnellstmöglich zu entfernen und die Einstichstelle noch mehrere Wochen auf Veränderungen hin zu beobachten. Falls Rötungen, Schwellungen oder grippeähnliche Symptome wie Fieber und Gliederschmerzen auftreten, können diese anhand von Notizen und Bildern im Stichtagebuch festgehalten werden. „Bei einer Borreliose ist die sogenannte Wanderröte – eine großflächige und kreisförmige Rötung um die Einstichstelle – ein typisches Krankheitszeichen“, erklärt Dr. Gerhard Dobler, Facharzt für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie. Eine FSME hingegen beginnt meist mit grippeähnlichen Symptomen. Im Anschluss kommt es bei rund 10 Prozent der Betroffenen zu einer zweiten Erkrankungsphase, die zu einer Entzündung der Hirnhaut sowie des zentralen Nervensystems führen und schwere Langzeitschäden, beispielsweise Gehbehinderungen oder Sprachstörungen, nach sich ziehen kann. „Unabhängig davon, welche Symptome nach einem Zeckenstich auftreten, sollte auf jeden Fall der Arzt konsultiert werden“, ergänzt der Zeckenexperte.

Impfungen schützen vor FSME
Um einen Zeckenstich zu vermeiden, ist die richtige Vorsorge unerlässlich: Lange Kleidung erschwert den Zugang zur Haut. Möglichst helle Kleidung sorgt dafür, dass die Parasiten schneller zu erkennen sind. Außerdem halten Repellents die Blutsauger für einige Stunden auf Abstand. Nach dem Aufenthalt in der Natur sollte der Körper gründlich abgesucht werden. Zudem können regelmäßige Impfungen davor schützen, nach einem Zeckenstich an FSME zu erkranken. Gegen Borreliose gibt es bisher keine Impfung – die Krankheit kann aber, sofern sie rechtzeitig erkannt wird, mit Antibiotika behandelt werden.

ZeckTag kann zudem eine Erinnerung an die FSME-Impfung in den Smartphone-Kalender importieren. Für einen mehrjährigen Impfschutz vor FSME sind drei Impfungen nötig. Die ersten beiden erfolgen im Abstand von 1 bis 3 Monaten, die dritte – je nach FSME-Impfstoff – nach 5 oder 9 bis 12 Monaten. Nach einer aus 3 Impfungen bestehenden Grundimmunisierung sollte der Impfschutz in regelmäßigen Abständen von 3 bzw. 5 Jahren aufgefrischt werden. Der Abstand der Auffrischimpfung ist dabei abhängig vom Alter und vom Impfstoff. Der Hausarzt oder die Hausärztin kann rund um die FSME-Impfung beraten. ZeckTag funktioniert auf allen mobilen Endgeräten und ist kostenlos im App Store und im Google Play Store erhältlich. Informationen rund um Zecken und die optimale Vorsorge: www.zecken.de. Eine Website zu Zecken speziell für Kinder und Eltern gibt es hier: www.zeckenschule.de.