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Kampf gegen vernachlässigte Tropenkrankheiten

Bayer und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) kooperieren zur Bekämpfung von Taeniasis und Neurozystizerkose, der vermeidbaren Hauptursache von Epilepsie in Entwicklungsländern.

Hauptursache für Epilepsie in den Entwicklungsländern sind Infektionen.„Wir müssen T. Solium (Schweinebandwurm)-Infektionen von Menschen und Schweinen verhindern und kontrollieren, um Taeniasis vollständig zu eliminieren“, sagt Dr. Mwelecele Ntuli Malecela, Direktorin des WHO-Departments für die Kontrolle vernachlässigter Tropenkrankheiten. Die vereinbarte Zusammenarbeit mit Bayer werde den integrierten Ansatz in den Bereichen Veterinär-, Humangesundheit und Umwelt erheblich stärken.

Nach Einschätzung der WHO verursache Taeniasis/Neurozystizerkose mehr als 28.000 Todesfälle pro Jahr. „Bayer engagiert sich seit langem für Patienten, die unter vernachlässigten Tropenkrankheiten leiden“, sagt Stefan Oelrich, Vorstandsmitglied der Bayer AG. „Wir unterstützen das Ziel der WHO, diese Krankheiten zu bekämpfen und zu beseitigen.“ Dies helfe Patienten an den ärmsten und entlegensten Orten unserer Welt, in denen der Zugang zu sauberem Wasser, sanitären Einrichtungen und Gesundheitsversorgung begrenzt ist. „Als Hersteller von zwei wirksamen Arzneimitteln zur Behandlung von Taeniasis beteiligen wir uns an der Bekämpfung dieser Krankheit“, sagt er.

Während der erwachsene Bandwurm im menschlichen Darm keine größeren gesundheitlichen Auswirkungen verursacht, können Bandwurm-Larven (Cysticerci) beim Menschen in Muskeln, Haut, Augen und dem zentralen Nervensystem zu einer so genannte Zystizerkose – also eine Infektion mit Larven von T. Solium, mit unter Umständen verheerenden Auswirkungen auf die Gesundheit führen. Wie andere Vernachlässigte Tropenkrankheiten sind Infektionen mit T. solium mit bestehenden Medikamenten und Interventionen behandelbar und damit vermeidbar.