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Coronavirus: Welche Testarten gibt es?

Berlin (pag) – Um eine Infektion mit dem Coronavirus zu bestätigen, gibt es verschiedene Testverfahren. Prof. Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie der Charité und Leiter des Konsiliarlabors für Coronaviren in Berlin, gibt eine Übersicht.

Ein Antikörpertest im Labor wird anhand einer Blutprobe durchgeführt.Zunächst gibt es den laborbasierten Test, auch Polymerase Kettenreaktionstest (PCR) genannt. Dieser ist der weltweit erste Diagnostiktest auf das Coronavirus und wurde von einer Forschungsgruppe um Drosten entwickelt. Wenn ein Verdachtsfall vorliegt, wird dem Betroffenen ein Abstrich der Rachenschleimhaut entnommen. Nachdem die Proben das Labor erreicht haben, wird daraus die Erbsubstanz des Erregers isoliert. Mit dem PCR-Verfahren können Viren, Bakterien und andere Krankheitserreger in sehr geringen Konzentrationen nachgewiesen werden.

Weiterhin gibt es einen Antikörpertest im Labor, auch Elisa-Test genannt, der anhand einer Blutprobe durchgeführt wird. Im Blut bilden sich Antikörper etwa ab der zweiten Woche nach Beginn der Symptome. Dieser Test wird in der Regel bei einer fortgeschrittenen Infektion angewandt.

Zusätzlich gibt es Antikörpertests im Schnellverfahren, die als kommerzielle Tests auf dem freien Markt von verschiedenen Firmen gekauft werden können. Laut Drosten sind diese von unterschiedlicher Qualität. Labore, die sich mit dieser Testung auskennen und Proben von positiven Patienten haben, seien gerade erst dabei zu vergleichen, wie gut diese Schnelltests im Vergleich zu den standardisierten laborbasierten Tests funktionieren. Einige dieser Tests würden sehr gut funktionieren, andere seien laut Drosten „unnütz“: Dabei gebe es ein sehr hohes Risiko, dass die Infektion nicht erkannt würde.
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