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Bewusstsein für das Schmetterlingsorgan

Noch bis zum 10. Mai dreht sich alles um die Schilddrüse: An der Aktionswoche nehmen tausende Hausarztpraxen teil. Durch Untersuchungen ist bekannt, dass jeder Dritte eine veränderte Schilddrüse hat. Vorsorge ist daher angesagt.

Die häufigste Schilddrüsenerkrankung ist eine Vergrößerung, eine sogenannte Struma, im Volksmund auch Kropf bezeichnet.Jeder dritte Erwachsene in Deutschland hat Veränderungen an der Schilddrüse, wie der Verein Forum Schilddrüse informiert. Dies zeigt eine Untersuchung der Initiative Papillon mit knapp 100.000 Teilnehmern. Die häufigste Schilddrüsenerkrankung ist eine Vergrößerung, eine sogenannte Struma, im Volksmund auch Kropf bezeichnet. Dieser sei laut Verein jedoch häufig unerkannt und ist meist durch Jodmangel bedingt. Wird das Struma nicht rechtzeitig entdeckt und therapiert, kann eine Operation nötig werden – in Deutschland geschieht dies jedes Jahr etwa 70.000 Mal. Häufige Schilddrüsenerkrankungen sind auch eine Überfunktion (Hyperthyreose) und Unterfunktion (Hypothyreose).

Großer Einfluss auf den Körper

Die Schilddrüsenfunktion hat laut Verein enorme Auswirkungen auf den menschlichen Körper: Sie produziert die Hormone Thyroxin und Trijodthyronin, die für die Stoffwechselsteuerung verantwortlich sind. Diese Hormone sind Botenstoffe, die andere Organe beeinflussen und regulieren können. Beide haben laut Deutschem Schilddrüsenzentrum einen Jodanteil, wirken auf Kreislauf und Herz, erweitern die Blutgefäße, regeln den Blutdruck und beschleunigen den Herzschlag. Zudem ist die Schilddrüse für das seelische Gleichgewicht zuständig. Eine kranke Schilddrüse bringt daher die essenziellen Körperfunktionen aus dem Gleichgewicht.

Anzeichen einer Erkrankung

Laut Forum Schilddrüse können Befindlichkeits- und Stoffwechselstörungen auf eine Über- und Unterfunktionen der Schilddrüse hinweisen. Entzündungen der Drüse können mit Schmerzen einhergehen. Wenn das Organ vergrößert ist, kann ein Enge- oder Druckgefühl auftreten. Manche Schilddrüsenerkrankungen verlaufen jedoch lange Zeit ohne Symptome und verursachen erst im fortgeschrittenen Stadium Beschwerden. Veränderungen des Gewebes und Funktionsstörungen der Schilddrüse können durch Tast- und Blutuntersuchungen, Ultraschall oder durch das bildgebende Verfahren Szintigraphie festgestellt werden.

Experten beantworten telefonisch Fragen

Um über die Bedeutung der Schilddrüse aufzuklären und über Vorsorge, Diagnose und die Besonderheiten der Therapie zu informieren, organisiert die Schilddrüsen-Initiative Papillon eine bundesweite Gesundheitswoche. Dieses Jahr findet die Schilddrüsenwoche in 7.000 Arztpraxen statt. Hausarztpraxen beantworten während dieser Woche Fragen zu dem wichtigen Organ. Außerdem bieten sie zum Beispiel Tastuntersuchungen der Schilddrüse an und stellen ausführliches Informationsmaterial zur Verfügung. Während der Schilddrüsenwoche beraten Experten telefonisch unter der Hotline 069 63 80 37 27 täglich von 9 bis 18 Uhr.

Arzt- und Kliniksuche online

Laut Deutschem Schilddrüsenzentrum ist das Spektrum möglicher Erkrankungen in Zusammenhang mit der Schilddrüse äußerst mannigfaltig. Deshalb würden diese Erkrankungen und deren Folgen häufig von Ärzten ganz unterschiedlicher Fachrichtungen untersucht und behandelt. Mit Hilfe der Arzt- und Kliniksuche des Deutschen Schilddrüsenzentrums können deutschlandweit Ärzte und Kliniken gefunden werden, die sich mit dem Schmetterlingsorgan beschäftigen. Auf dieser Seite finden Sie auch weitere Informationen zum Thema.