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1. Februar 2018

Stoffwechselstörungen: Oberbegriff für viele Krankheiten

 
Der Stoffwechsel beinhaltet alle Prozesse, bei denen der Körper Stoffe verwertet, umbaut oder abbaut. Er dient unter anderem der Bereitstellung von Energie. Gerät er aus dem Gleichgewicht, können sich daraus viele verschiedene Krankheitsbilder entwickeln.

Diabetes mellitus gehört zu den Stoffwechselerkrankungen. (© Pixabay)
Unter Stoffwechselstörungen fassen Mediziner krankhafte Abweichungen von normalen Stoffwechselvorgängen zusammen. In vielen Fällen liegt ein erblich bedingter Mangel an Enzymen, Hormonen oder anderen Botenstoffen zugrunde, sie können aber auch erworben sein. Die Unregelmäßigkeiten können den Fett-, Kohlenhydrat-, Eiweiß- oder Mineralstoffwechsel betreffen. In der Folge kommt es zu einem Ungleichgewicht biochemischer Substanzen im Körper und letztlich zu Stoffwechselerkrankungen. Dazu zählen etwa Gicht, bestimmte Schilddrüsenerkrankungen und Mukoviszidose. Die wohl bekannteste von ihnen ist Diabetes mellitus, die sogenannte Zuckerkrankheit. Bei ihr ist der Insulinstoffwechsel gestört, die Betroffenen können selbst kaum oder gar kein Insulin produzieren. Das Hormon wird jedoch vom Körper gebraucht, um den Zucker im Blut zu verarbeiten. Damit es nicht zu einem Insulinmangel und zu einem ständig erhöhten Blutzuckerspiegel kommt, müssen Betroffene sich Insulin von außen zuführen (lesen Sie dazu auch: „Diabetes mellitus: die schleichende Gefahr“).

Bei Stoffwechselstörungen entstehen Beschwerden generell meist dann, wenn sich nicht verstoffwechselte Substanzen oder toxische Zwischenprodukte im Körper anreichern oder wenn es an einem bestimmten Stoffwechselprodukt mangelt. Daher können sich die auftretenden Symptome je nach zugrundeliegender Ursache stark unterscheiden. Ziel der medizinischen Betreuung ist es, die Symptome so gut wie möglich zu kontrollieren, um bestenfalls zu erreichen, dass aus einer Stoffwechselstörung keine Stoffwechselkrankheit wird.

Beispiel Gicht: Der Schmerz kommt häufig in der Nacht

Gicht ist eine Störung des Harnsäurestoffwechsels, die dafür sorgt, dass zu viel Harnsäure im Körper zurückbleibt. Liegt der Spiegel im Blut höher als 6 mg pro 100 ml, spricht der Arzt von Hyperurikämie. Dabei lagern sich Harnsäurekristalle in den Gelenken, im Gewebe und in den Nieren ein. Weiße Blutkörperchen erkennen die Kristalle als fremd und greifen sie an. In der Folge kommt es zu Entzündungen, Schwellungen der Gelenke und großen Schmerzen. Solche Gichtanfälle treten oft in der Nacht auf und betreffen typischerweise das Grundgelenk des großen Zehs. Die Betroffenen erhalten häufig Medikamente, um den Wert zu senken und können den Verlauf der Krankheit über die Ernährung maßgeblich beeinflussen.

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zum Beispiel: "Wie verändert die Digitalisierung den Praxisalltag und Arztberuf?", am 29.03.2019 in Berlin
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