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Checklisten für den Arztbesuch

Patienten können einiges tun, um sich auf ein Gespräch mit dem Arzt vorzubereiten. Die Patienten-Universität der an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) hat eine Checkliste zusammengestellt, mit der Betroffene ihren Besuch in der Praxis planen können.

Die Experten der Patienten-Uni empfehlen, sich vor dem Gespräch die wichtigsten Fragen aufzuschreiben. Eventuell sei es auch ratsam, die Beschwerden zu notieren, zum Beispiel wann sie angefangen haben, wie stark sie waren etc. Wichtig sei außerdem, die Medikamente – auch die rezeptfrei gekauften – mitzunehmen. Im Gespräch sollte dann der Fragenzettel abgearbeitet werden. Patienten sollten sich nicht scheuen, nachzufragen, wenn sie etwas nicht verstanden haben. Hilfreich sei, mit eigenen Worten zusammenzufassen, was der Arzt gesagt hat. Am Ende des Gesprächs sollten alle Frage beantwortet sein, die Betroffenen sollten genau wissen, was getan werden soll und welche Vor- und Nachteile die vorgesehene Diagnostik oder Therapie hat. Die Patienten-Uni bietet auf ihrer Homepage die Möglichkeit, anhand von vorformulierten Fragen eine persönliche Checkliste für den nächsten Arztbesuch zusammenzustellen (siehe Link am Ende des Beitrags).

Weitere Leitfäden für das Patienten-Arzt-Gespräch

Auch der Verband der forschender Pharma-Unternehmen (vfa) hat einen Leitfaden entwickelt, mit dem sich Patienten auf das Arzt-Gespräch vorbereiten können. Außerdem gibt die Webseite „Ich beim Arzt“ von Pfizer Tipps für eine gelungene Patienten-Arzt-Kommunikation. Neben Hinweisen für eine gute Gesprächsführung bietet die Seite auch kurze Video-Clips mit Beispielen für gelungene sowie für schlechte Kommunikation. Die Initiative zu dem Internet-Angebot entstand im Rahmen des Pfizer-Patienten-Dialogs und wird inzwischen von zahlreichen Partnern, unter anderem der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen, getragen.

Ask-me-3: aktive Nachfrage hilft

Die US-amerikanischen Stiftung für Patientensicherheit hat eine Initiative gestartet, mit der sie erreichen will, dass Patienten besser über ihren Gesundheitszustand Bescheid wissen und verstehen, was sie selbst tun können, um ihre Gesundheit zu fördern. Unter dem Motto „Ask-me-3“ fordert sie Betroffene auf, gegenüber dem Arzt drei grundlegende Fragen zu stellen:

  • Was ist mein Hauptproblem? (What is my main problem?)
  • Was kann ich dagegen tun? (What do I need to do?)
  • Warum ist das wichtig für mich? (Why is it important for me to do this?)

Durch die aktive Nachfrage sei das Ergebnis des Beratungsgesprächs deutlich besser, so die Stiftung, die ihre Initiative mit Postern und Broschüren in US-amerikanischen Arztpraxen bewirbt.

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