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Akteure

Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung ist der Beratungs- und Begutachtungsdienst der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen in den Bundesländern. Er berät die gesetzlichen Kranken-und Pflegekassen in sozialmedizinischen Grundsatzfragen und führt in deren Auftrag Einzelfallbegutachtungen durch. Die Kranken- und Pflegekassen sind gesetzlich verpflichtet, den MDK bei wichtigen Leistungsentscheidungen mit Begutachtungen zu beauftragen. In seiner medizinisch-fachlichen Bewertung ist der MDK per Gesetz unabhängig. Im gesamten Bundesgebiet beschäftigen die Medizinischen Dienste rund 7.500 Mitarbeiter in Vollzeit und Teilzeit, darunter 2.100 Ärzte und 2.100 Pflegefachkräfte. Finanziert werden sie von ihren Trägern, also den Kranken- und Pflegekassen auf Landesebene. Ihre Zahlungen richten sich danach, wie viele Mitglieder die Kassen haben. Die regionalen Medizinischen Dienste und der MDS bilden die MDK-Gemeinschaft und kooperieren fachlich eng miteinander. (Stand: Januar 2018)
www.mdk.de

Der MDS berät den GKV-Spitzenverband in allen medizinischen Versorgungs-, Leistungs- und Strukturfragen – und zwar auf der Basis der aktuellen medizin-wissenschaftlichen Erkenntnisse. Zu den Produkten des MDS zählen Gutachten sowie die medizinisch-fachliche Beratung in Gremien der Gesundheitsselbstverwaltung. Darüber hinaus koordiniert er die fachliche Arbeit der Medizinischen Dienste in der Beratung und Begutachtung und fördert ein einheitliches Vorgehen. Für die Medizinischen Dienste nimmt er Gemeinschaftsaufgaben wahr: Das reicht von der Fortbildung über das Berichtswesen bis hin zum Tarifgeschehen. Der MDS ist ein Verein und wird von seinen Vereinsmitgliedern finanziert. Das ist in erster Linie der GKV-Spitzenverband. Er ist das allein entscheidungsberechtigte Vereinsmitglied und finanziert den MDS zu fast 100 Prozent. Geschäftsführer des MDS, der seinen Sitz in Essen hat, ist Dr. Peter Pick. (Stand: Januar 2018)
www.mds-ev.de