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Glossar: Begriffe, Akteure und Abkürzungen aus dem Gesundheitswesen

Das Gesundheitssystem in Deutschland ist hervorragend aber komplex. Nicht immer sind Begriffe und Bestimmungen sofort verständlich und manchmal bleibt unklar, was sich hinter einer Abkürzung verbirgt. Daher haben wir Ihnen ein Glossar zusammengestellt, in dem Sie wichtige Ausdrücke, Abkürzungen und Akteure des Gesundheitswesens nachschlagen können.

Eine experimentelle Studie, bei der die Patienten nach einem Zufallsverfahren – mit verdeckter Zuordnung – auf die Therapie- bzw. die Kontrollgruppe verteilt (Randomisierung) und auf das Auftreten der festgelegten Endpunkte in den einzelnen Gruppen nachbeobachtet werden.

Regelleistungsvolumen (RLV) sind Obergrenzen, bis zu denen die Leistungen einer Arztpraxis nach einem festen Punktwert vergütet werden. Die RLV werden sowohl arztindividuell als auch nach Fachzugehörigkeit festgelegt. Überschreitet ein Arzt sein RLV, erhält er für alle darüber hinausgehenden Leistungen abgestaffelte Preise. Die RLV verhindern eine Mengenausweitung.

Medizinische Register erfassen systematisch Daten zu bestimmten Krankheiten oder Behandlungen, unter Wahrung des Datenschutzes der betroffenen Patienten. Wie häufig sind Krebserkrankungen in der Bevölkerung? Wie werden Krebspatienten behandelt und wie entwickelt sich ihre Krankheit? Wie verläuft der Einsatz von künstlichen Knie- und Hüftgelenken? Die Datensammlungen können für die klinisch-epidemiologische Forschung, Versorgungs- und Ursachenforschung, Qualitätssicherung und Gesundheitspolitik von großem Nutzen sein.

Mit Rehabilitation (Reha) sind Maßnahmen zur Wiederherstellung von Fähigkeiten gemeint, die es ermöglichen, trotz körperlicher Beeinträchtigungen am täglichen Leben sowie gegebenenfalls auch am Arbeitsleben teilzunehmen. Es gibt stationäre und ambulante Reha. Träger ist oftmals die Rentenkasse, nicht die Krankenkasse.

Der Begriff Rezidivrisiko beschreibt das Risiko des Rückfalls einer Krankheit bzw. das Wiederauftreten von deren Symptomen.